Deutsches Kaiserreich Gold: Reichsgoldmünzen
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1/200 Unze Gold 1 Mark Deutsches Kaiserreich 2026 (Auflage: 2.000 | Polierte Platte)
Komplettsatz 24 x 20 Mark Gold Wilhelm II (1890-1913)
10 Mark Preußen Wilhelm II Goldmünze
10 Mark Preußen Wilhelm I Goldmünze (Erstausgabe von 1872 | Premium Coincard)
10 Mark Preußen Friedrich III Goldmünze
Komplettsatz 14 x 20 Mark Gold Wilhelm I (1874-1888)
20 Mark Preußen Wilhelm I Goldmünze
20 Mark Preußen Wilhelm II Goldmünze Uniform
20 Mark Preussen Friedrich III Goldmünze
10 Mark Preußen Wilhelm I Goldmünze
10 Rubel Gold Nikolaus II.
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Jetzt Angebot anfordernWer eine Reichsgoldmünze in die Hand nimmt, hält ein Stück deutscher Geschichte: geprägt zwischen 1871 und 1915, war das Gold aus dem Deutschen Kaiserreich einst echtes Zahlungsmittel und wanderte durch unzählige Hände. Heute vereinen die 5, 10 und 20 Mark aus Feingold zwei Welten in einem Stück – den handfesten Materialwert des Edelmetalls und die Aura einer untergegangenen Epoche. Dieser Ratgeber ordnet Geschichte, Stückelungen, Motive der Bundesstaaten, Echtheitsmerkmale, die berüchtigten Fälschungen und die steuerliche Behandlung ein und zeigt, warum die Doppelkrone bis heute zu den beliebtesten historischen Anlagemünzen in Deutschland zählt.
Geschichte der Reichsgoldmünzen im Deutschen Kaiserreich
Mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 endete ein Flickenteppich an Währungen: In den norddeutschen Gebieten rechnete man in Talern, im Süden in Gulden, und regionale Kronen kursierten daneben. Die neue Reichswährung Mark schuf erstmals ein Zahlungsmittel, das in allen Bundesstaaten galt. Die Mark war goldgedeckt – Banknoten konnten bei der Reichsbank jederzeit gegen Goldmünzen eingetauscht werden, was der Währung große Stabilität verlieh.
Das Gold für die ersten Prägungen stammte in großen Teilen aus den französischen Reparationszahlungen nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71: Eingeschmolzene Goldfrancs wurden zu deutschen Mark-Münzen umgeprägt. Weil die Kaufkraft einer Goldmark enorm hoch war, blieben die Stücke selten lange im Umlauf und dienten vor allem größeren Anschaffungen. Als Teil der breiten Familie der deutschen Goldmünzen markieren die Reichsgoldmünzen den Beginn einer nationalen Prägetradition, die sich bis zur heutigen Goldmark und dem Goldeuro fortsetzt.
Der Erste Weltkrieg beendete diese Ära: Ab 1914 verschwand das Gold aus dem Zahlungsverkehr, Papiergeld ohne echte Deckung trat an seine Stelle. Wer heute eine Reichsgoldmünze besitzt, hält damit ein Zeugnis der letzten deutschen Goldwährung.
Unser deutsches Handelsgold, noch dazu mit unseren Kaisern – ein besonderes Gefühl, diese Geschichte in den Händen zu halten und zu spüren, durch wie viele Hände diese Münze schon gegangen sein muss.
Stückelungen: 5, 10 und 20 Mark im Vergleich
Reichsgoldmünzen wurden in drei Nennwerten ausgegeben. Alle bestehen aus einer 900er Goldlegierung mit 10 % Kupferzusatz, der die Münzen kratzfest und alltagstauglich machte. Amtlich hießen die Stücke ab 1875 übrigens „Kronen“: Das 10-Mark-Stück galt als Krone, die 20 Mark als Doppelkrone und die 5 Mark als halbe Krone. Wegen ihrer rötlich schimmernden Kupferbeimischung trug die 20-Mark-Münze im Volksmund auch den Spitznamen Goldfuchs.
Technische Daten der Reichsgoldmünzen
| Nennwert | Feinheit | Raugewicht | Feingold | Durchmesser |
|---|---|---|---|---|
| 5 Mark | 900/1000 | 1,99 g | 1,79 g | 17,0 mm |
| 10 Mark | 900/1000 | 3,98 g | 3,58 g | 19,5 mm |
| 20 Mark | 900/1000 | 7,96 g | 7,17 g | 22,5 mm |
Die 20 Mark – die klassische Doppelkrone
Die 20-Mark-Doppelkrone ist mit Abstand die bekannteste und am häufigsten gehandelte Reichsgoldmünze. Mit rund 7,17 Gramm Feingold, einem Durchmesser von 22,5 mm und der Randschrift „GOTT MIT UNS“ ist sie etwa so groß wie ein Ein-Euro-Stück. Weil allein von der 20-Mark-Prägung über die Jahrzehnte weit über 190 Millionen Exemplare entstanden, sind gängige Jahrgänge – etwa die Preußen-Prägungen mit Wilhelm II. – bis heute in guter Stückzahl verfügbar und werden nahe am reinen Goldpreis gehandelt.
10 Mark und 5 Mark
Die 10-Mark-Krone enthält 3,58 Gramm Feingold und ist die kleinere Schwester der Doppelkrone – ideal für alle, die eine historische Goldmünze mit geringerem Kapitaleinsatz suchen. Die 5-Mark-Münze dagegen wurde nur 1877 und 1878 geprägt: Mit lediglich 17 mm Durchmesser galt sie als zu klein und unpraktisch, kehrte immer wieder zur Reichsbank zurück und wurde 1900 außer Kurs gesetzt. Genau deshalb ist sie heute die seltenste und zugleich am häufigsten gefälschte Stückelung.
Motive: Kaiser, Könige und Stadtwappen
Anders als bei modernen Anlagemünzen gibt es bei Reichsgoldmünzen nicht ein einziges Motiv, sondern ein ganzes Panorama. Der Grund: Das Kaiserreich war ein Bund aus Königreichen, Großherzogtümern, Herzogtümern, Fürstentümern und Freien Städten – und jedes Gebiet ließ eigene Bildseiten prägen. Die Wertseite blieb dagegen einheitlich und zeigte den Reichsadler, das Prägejahr, den Nennwert und einen Buchstaben für die Prägestätte.
Am weitesten verbreitet sind die preußischen Prägungen mit den drei Deutschen Kaisern:
- Wilhelm I. – regierte 1871 bis 1888, seine Münzen bilden den Grundstock des Handelsgolds und sind in vielen Komplettsätzen gefragt.
- Friedrich III. – das sogenannte Dreikaiserjahr 1888: Er regierte nur 99 Tage, entsprechend gibt es seine Münzen ausschließlich mit der Jahreszahl 1888.
- Wilhelm II. – der letzte deutsche Kaiser, dargestellt zunächst zivil, später in Uniform; seine Jahrgänge (1888–1913) sind besonders zahlreich.
Daneben existieren Prägungen zahlreicher Bundesstaaten – etwa das Königreich Bayern (Ludwig II., Otto, Ludwig III.), das Königreich Sachsen mit den Königen Johann, Albert und Georg, das Großherzogtum Baden, Württemberg und Hessen sowie viele kleinere Häuser wie Sachsen-Coburg und Gotha, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Reuß oder Schaumburg-Lippe – Letztere regiert von einem Fürsten. Die Freien Städte Hamburg, Bremen und Lübeck zeigten statt eines Herrschers ihr Stadtwappen. Für Sammler eröffnet diese Vielfalt ein weites Feld, das sich zu einer eindrucksvollen Sammlung zusammentragen lässt, aber kaum jemals vollständig wird – ähnlich reizvoll wie die Motivwelten der Vreneli oder der Sovereign aus dem europäischen Ausland.
Jäger-Nummern, Prägestätten und Auflagen
Zur eindeutigen Katalogisierung tragen alle deutschen Münzen seit 1871 eine Jäger-Nummer, benannt nach dem Numismatiker Kurt Jäger. Sie erleichtert die Identifikation und ist bei jedem seriösen Handel die zentrale Referenz. So verbergen sich hinter der 20-Mark-Preußen etwa die Nummern J.243, J.246, J.250, J.252 und J.253 – je nach Kaiser und Jahrgang.
Die Prägebuchstaben verraten die Herkunft: A steht für Berlin, B für Hannover, C für Frankfurt, J für Hamburg – daneben gab es weitere Stätten wie München (D) oder Stuttgart (F). Wichtig für die Bewertung:
- Gängige Massenprägungen (etwa Wilhelm II. Preußen, Jahrgänge um 1900–1913) wurden in Millionenauflage hergestellt und orientieren sich am Weltmarktpreis für Gold.
- Seltene Jahrgänge und Prägestätten mit niedriger Auflage können deutliche Sammleraufschläge erzielen – hier lohnt der Blick auf Erhaltungsgrad (ss, vz, st) und Jäger-Nummer.
- Genaue Auflagenzahlen sind nicht für jedes Jahr lückenlos dokumentiert; einige Jahrgänge existieren nur in wenigen Tausend Stück.
Wegen dieser Bandbreite lohnt sich der Vergleich mit klassischem Anlagegold: Wer primär auf den Materialwert setzt, findet in Goldbarren oder modernen Anlagemünzen wie dem Krügerrand planbarere Aufgelder, während Reichsgoldmünzen den zusätzlichen Reiz des Historischen mitbringen.
Fälschungen erkennen: Vorsicht bei Reichsgoldmünzen
Kaum ein anderes Sammelgebiet ist so stark von Fälschungen betroffen. Berüchtigt sind die Nachprägungen des Augenarztes Dr. Karl-Heinz Schmidt und seiner Schwester Ilona Hausmann, die zwischen 1959 und 1962 hunderttausende Reichsgoldmünzen professionell nachprägten. Damals war das noch legal; erst später wurde das Nachprägen ehemaliger deutscher Umlaufgoldmünzen ohne Kennzeichnung unter Strafe gestellt, und die beiden wurden 1963 verurteilt. Bis dahin gelangten jedoch so viele Nachprägungen in Umlauf, dass sie über Jahre sogar an Bankschaltern als Anlagegold verkauft wurden.
Worauf zu achten ist
Besonders bei der 5-Mark-Reichsgoldmünze gilt ein großer Teil der im Umlauf befindlichen Stücke als Nachprägung oder Fälschung. Prüfkriterien sind Gewicht, Durchmesser, Randschrift, Material und die Übereinstimmung von Motiv und Jahrgang mit dem Jäger-Katalog. Auf Online-Auktionsplattformen tauchen bis heute Schmidt-Hausmann-Prägungen auf.
Der sicherste Schutz ist der Kauf bei einem etablierten Händler mit geschulter Echtheitsprüfung. Kettner Edelmetalle setzt hierfür eine ISO-konforme Prüfung ein, sodass jede angebotene Münze vor dem Versand kontrolliert wird. Wer seine Stücke anschließend sicher verwahren möchte, findet in Münzkapseln und Münzkassetten passenden Schutz vor Kratzern und Umwelteinflüssen.
Steuer, Aufbewahrung und Handel
Reichsgoldmünzen zählen als Goldmünzen mit hohem Feingehalt in der Regel zum steuerbefreiten Anlagegold: Der Kauf von Anlagegold ist in Deutschland gemäß § 25c UStG von der Umsatzsteuer befreit. Wird eine Goldmünze nach mehr als einem Jahr Haltedauer privat verkauft, ist ein etwaiger Veräußerungsgewinn nach aktueller Rechtslage steuerfrei. Dies ist eine allgemeine Information und ersetzt keine steuerliche Beratung – im Einzelfall entscheidet die konkrete Konstellation.
Bei der Aufbewahrung gelten dieselben Grundsätze wie für anderes Anlagegold: ein sicherer Ort im eigenen Haushalt, ein Tresor oder ein Bankschließfach, idealerweise versichert. Historische Münzen sollten wegen ihres möglichen Sammlerwerts zusätzlich vor mechanischer Beschädigung geschützt werden – hier lohnt der Blick ins Zubehör-Sortiment. Für den Aufbau einer breiteren Position eignen sich Reichsgoldmünzen als historischer Baustein neben laufenden Käufen über Sparplan-Produkte.
Beim Kauf und Verkauf gilt: Gängige 20-Mark-Prägungen sind hochgradig fungibel, also jederzeit gut handelbar, da sie in ganz Deutschland bekannt sind. Für den reinen Materialwert bietet sich der Vergleich mit dem klassischen Goldsortiment an; wer historische Stücke aus anderen Ländern schätzt, findet Verwandtes bei den Dukaten oder den Kronen.
Für wen sich Reichsgoldmünzen eignen
Reichsgoldmünzen sprechen zwei Käufergruppen gleichermaßen an. Anleger schätzen die gängigen 20-Mark-Doppelkronen wegen des hohen Goldanteils und der guten Verfügbarkeit; sie handeln nah am Goldpreis und lassen sich problemlos wieder veräußern. Sammler dagegen reizt die enorme Motivvielfalt der Bundesstaaten, die Jagd nach seltenen Jahrgängen und der Gedanke, ein Original der letzten deutschen Goldwährung zu besitzen.
Gerade Einsteiger, die historische Stücke mit Anlagecharakter verbinden möchten, finden hier einen idealen Startpunkt – und können ihre Sammlung später um internationale Klassiker wie den Wiener Philharmoniker oder den Maple Leaf ergänzen. Wer sich stärker für rein deutsche Prägungen interessiert, entdeckt im übergeordneten Bereich der deutschen Goldmünzen weitere Facetten.
Häufig gestellte Fragen zu Reichsgoldmünzen
Was ist eine Reichsgoldmünze? +
Als Reichsgoldmünzen werden die Goldmünzen des Deutschen Kaiserreichs bezeichnet, die zwischen 1871 und 1915 in den Nennwerten 5, 10 und 20 Mark geprägt wurden. Sie bestehen aus einer 900er Goldlegierung und waren ursprünglich echtes Zahlungsmittel der goldgedeckten Mark-Währung.
Wie viel Gold enthält eine 20-Mark-Doppelkrone? +
Die 20-Mark-Münze wiegt 7,96 Gramm bei einer Feinheit von 900/1000 und enthält damit rund 7,17 Gramm reines Gold. Der Durchmesser beträgt 22,5 mm, die Randschrift lautet „GOTT MIT UNS“.
Was bedeutet die Jäger-Nummer? +
Die Jäger-Nummer ist ein Katalogsystem für deutsche Münzen seit 1871, benannt nach dem Numismatiker Kurt Jäger. Jede Prägung erhält eine eindeutige Nummer, die Motiv, Nennwert und Ausgabegebiet zuordnet und so die Identifikation und Bewertung erleichtert.
Woran lassen sich gefälschte Reichsgoldmünzen erkennen? +
Hinweise geben Abweichungen bei Gewicht, Durchmesser, Randschrift und Material sowie eine Kombination von Motiv und Jahrgang, die es laut Jäger-Katalog nicht gibt. Besonders bei der 5-Mark-Prägung ist Vorsicht geboten. Der sicherste Schutz ist der Kauf bei einem Händler mit professioneller Echtheitsprüfung.
Sind Reichsgoldmünzen umsatzsteuerbefreit? +
Goldmünzen mit hohem Feingehalt gelten in der Regel als Anlagegold und sind gemäß § 25c UStG von der Umsatzsteuer befreit. Ein privater Veräußerungsgewinn ist nach aktueller Rechtslage nach mehr als einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Dies ist eine allgemeine Information und keine steuerliche Beratung.
Warum sind die Motive so unterschiedlich? +
Das Kaiserreich bestand aus vielen Teilstaaten mit eigenen Herrschern. Deshalb zeigten die Bildseiten je nach Ausgabegebiet unterschiedliche Kaiser, Könige, Herzöge oder – bei den Freien Städten Hamburg, Bremen und Lübeck – das Stadtwappen. Die Wertseite mit Reichsadler blieb dagegen einheitlich.



























