Kronen Österreich Gold
- bis
- Stückelung
- Prägejahr
- Serie
- Anlagetyp
- Edelmetall
- Erhaltungsgrad
- Anlagezweck
- Land
20 Gold Kronen Österreich
100 Gold Kronen Österreich
20 Kronen Frederik VIII Dänemark
20 Kronen Christian IX Dänemark
20 Kronen Christian X Dänemark
Erhalten Sie innerhalb weniger Minuten ein kostenloses und individuelles Edelmetall-Angebot passend zu Ihren finanziellen Zielen.
Jetzt Angebot anfordernWer eine Goldkrone aus dem alten Österreich in der Hand hält, hält ein Stück europäischer Geschichte: das Profil von Kaiser Franz Joseph I., der 68 Jahre lang ein Vielvölkerreich regierte, geprägt in warmem, leicht rötlichem Gold. Die Kronen zählen zu den beliebtesten historischen Anlagegoldmünzen Europas – günstig im Aufgeld, reich an Geschichte und bis heute in großer Stückzahl verfügbar. Dieser Ratgeber beleuchtet Herkunft, Stückelungen, Motiv, Feingehalt, steuerliche Behandlung und die Frage, warum gerade diese Kurantmünzen bei Sammlern wie Anlegern so gefragt sind.
Geschichte der Goldkronen aus dem Kaiserreich Österreich
Die Geschichte der Kronen-Währung beginnt mit einer Währungsreform: 1892 löste die Krone in Österreich-Ungarn den Gulden ab und führte die Monarchie an den internationalen Goldstandard heran. Die Krone war damit die erste moderne Goldwährung der Donaumonarchie und sollte Handel und Kredit auf ein stabiles metallisches Fundament stellen.
Auf den Münzen erscheint Franz Joseph I., der 1848 im Alter von 18 Jahren den Kaisertitel übernahm und bis zu seinem Tod 1916 regierte. Er war zugleich Apostolischer König von Ungarn und König von Böhmen – ein Herrscher, dessen langes Wirken die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts prägte und der als Ehemann der Kaiserin Elisabeth (Sisi) bis heute im kollektiven Gedächtnis lebt. Das Ende seiner Regentschaft war überschattet vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs.
Die Goldkronen wurden nicht nur in Österreich, sondern auch im ungarischen Reichsteil ausgegeben, wo die Währung als corona beziehungsweise korona bezeichnet wurde. Geprägt wurden sie in Wien – jener Prägestätte, die als Münze Österreich bis heute Bestand hat und später auch die Schilling- und Euro-Münzen herstellte. Ein umfassenderer Überblick zu den Ausgaben dieser Epoche findet sich im Sortiment der Münzen des deutschen Kaiserreichs, die aus derselben Zeit des Goldstandards stammen.
Stückelungen: 10, 20 und 100 Kronen im Überblick
Die österreichischen Goldkronen erschienen in drei Nennwerten, die sich in Gewicht, Feingewicht und Format deutlich unterscheiden. Alle drei tragen einen einheitlichen Feingehalt von 900/1000, also 90 Prozent Gold und 10 Prozent Kupfer.
- 10 Kronen – das kleinste Format mit 3,387 g Gesamtgewicht und einem Feingewicht von rund 3,05 g Gold. Ideal für den Einstieg und für Anleger, die auf kleine, gut teilbare Einheiten setzen.
- 20 Kronen – die meistgehandelte Stückelung mit 6,775 g Gesamtgewicht und etwa 6,09 g Feingold. Ein ausgewogenes Verhältnis aus Goldwert und niedrigem Aufgeld.
- 100 Kronen – die imposanteste Ausgabe mit 33,875 g und rund 30,48 g Feingold, nahe an einer vollen Unze. Beliebt bei Anlegern, die größere Goldmengen kompakt bündeln möchten.
Die kleineren Nennwerte lassen sich bei Bedarf leichter wieder veräußern, während die 100 Kronen den niedrigsten Preis pro Gramm bietet. Wer die Kronen mit einer klassischen Bullionmünze vergleichen möchte, findet im Wiener Philharmoniker das moderne Pendant aus derselben Prägestätte – allerdings mit 999,9er-Feingold statt der historischen Legierung.
Technische Daten der Stückelungen
| Nennwert | Gewicht | Feingewicht | Feinheit | Durchmesser |
|---|---|---|---|---|
| 10 Kronen | 3,387 g | 3,045 g | 900 | 19,0 mm |
| 20 Kronen | 6,775 g | 6,090 g | 900 | 21,1 mm |
| 100 Kronen | 33,875 g | 30,480 g | 900 | 37,0 mm |
Motiv und Design: Kaiserbild und Doppeladler
Das Design der Goldkronen erzählt vom Selbstverständnis einer Monarchie. Die Vorderseite zeigt das Porträt Franz Josephs I. im Profil – unverwechselbar durch den vollen Backenbart, das rasierte Kinn und den zielstrebigen Blick. Auf den 10-Kronen-Stücken trägt der Kaiser einen Lorbeerkranz, ein Sinnbild antiker Herrschaftswürde.
Die Rückseite ziert der österreichische Doppeladler, das habsburgische Wappentier mit zwei Köpfen und einer gemeinsamen Krone darüber, auf der Brust das Landeswappen. Darunter erscheint die Jahreszahl. Der leicht angehobene, fein gepunktete Münzrand schützt das Relief vor Abnutzung – ein Detail, das auch andere historische Prägungen wie die Goldmark des Kaiserreichs auszeichnet.
Wer den Doppeladler betrachtet, sieht mehr als ein Wappen – er sieht das Symbol eines Reiches, das ein halbes Dutzend Völker unter einer Krone vereinte.
Die typische rötliche Tönung des Goldes ist kein Zufall: Sie stammt von der Kupferlegierung, die dem Gold beigemischt wurde. Diese Verbindung aus 90 Prozent Gold und 10 Prozent Kupfer macht die Münze härter und widerstandsfähiger – entscheidend, weil die Kronen zu Kaisers Zeiten tatsächlich als Zahlungsmittel zirkulierten. Denselben Effekt zeigt der Krügerrand aus Südafrika, dessen rötlicher Schimmer ebenfalls einer Kupferbeimischung verdankt ist.
Nachprägungen und die Jahreszahl 1915
Ein Punkt sorgt bei Einsteigern oft für Verwirrung: Die allermeisten heute erhältlichen Goldkronen tragen die Jahreszahl 1915 – obwohl sie deutlich später hergestellt wurden. Es handelt sich um offizielle Nachprägungen der Münze Österreich, die den letzten regulären Prägejahrgang der jeweiligen Stückelung als festes Datum übernehmen.
- Die 10 Kronen wurden regulär von 1892 bis 1912 geprägt, als Nachprägung bis 1992.
- Die 20 Kronen liefen regulär bis 1915, als Nachprägung bis 1989.
- Die 100 Kronen erschienen erst 1908 zum 60-jährigen Regierungsjubiläum und wurden als Nachprägung bis 1988 hergestellt.
Diese amtlichen Neuprägungen sind vom Original in Gewicht, Feingehalt und Motiv nicht zu unterscheiden und werden als Handelsgoldmünzen behandelt. Der reguläre Prägejahrgang lässt sich an ihnen nicht ablesen – für den Anlagewert spielt das keine Rolle, da sich der Preis allein über den Goldgehalt errechnet. Wer echte, jahrgangsgenaue Umlaufstücke sucht, wird eher im Bereich historischer deutscher Goldmünzen oder anderer Sammlerprägungen fündig. Als kompakter Wert stehen die Kronen dem klassischen Dukaten aus derselben Region nahe.
Kurantmünzen als Anlage und Krisenschutz
Bei den Kronen handelt es sich um klassische Kurantmünzen – Münzen, die einst als vollwertiges Zahlungsmittel im Umlauf waren und deren Wert sich in erster Linie über das enthaltene Edelmetall definiert. Als Zahlungsmittel spielen sie heute keine Rolle mehr, wegen ihres hohen Goldgehalts werden sie im Handel aber bereitwillig angekauft.
Für Anleger sind sie aus mehreren Gründen interessant: Der Preis pro Gramm fällt bei historischen Kurantmünzen oft niedriger aus als bei modernen Bullionmünzen, das Aufgeld über den reinen Materialwert bleibt gering. Weil kein makelloser Sammlerzustand gefordert ist, ist auch die Lagerung unkompliziert – viele bewahren größere Bestände schlicht in Kapseln, Tuben oder Kassetten auf. Passendes Zubehör findet sich unter Münzkapseln und Münzkassetten.
Warum historische Goldmünzen gefragt sind
Kurantmünzen verbinden einen greifbaren Goldwert mit historischem Charakter. Gerade in unsicheren Zeiten schätzen Anleger physisches Gold in kleiner, teilbarer Form – ein Gedanke, der sich auch in den Krisenschutzpaketen wiederfindet.
Wer Kronen primär als Wertspeicher betrachtet, ordnet sie in den breiten Rahmen der Anlagegoldmünzen ein. Für den Vermögensaufbau in Etappen bieten sich ergänzend Sparplan-Produkte an, während sich der Bestand mit klassischen Barrenformaten aus dem Bereich Goldbarren abrunden lässt.
Steuerliche Behandlung und Kaufkriterien
Goldkronen gelten als Anlagegold im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Anlagegold ist in Deutschland gemäß §25c UStG von der Umsatzsteuer befreit – ein wesentlicher Vorteil gegenüber vielen Silbermünzen. Zusätzlich gilt: Wird physisches Gold länger als ein Jahr gehalten, ist ein etwaiger Veräußerungsgewinn nach der einjährigen Spekulationsfrist einkommensteuerfrei. Diese Angaben sind allgemeine Informationen und ersetzen keine steuerliche Beratung.
Beim Kauf lohnt der Blick auf einige Kriterien:
- Feingewicht statt Nennwert – entscheidend für den Wert ist der Goldgehalt in Gramm, nicht der aufgeprägte Kronen-Betrag.
- Zustand – bankübliche, saubere Stücke mit klar erkennbarem Motiv sind gefragter als stark abgegriffene Umlaufmünzen.
- Aufgeld – der Aufschlag auf den reinen Goldwert sollte im Verhältnis zum Materialwert stehen; hier punkten die Kronen traditionell.
- Echtheit – geprüfte Ware aus etabliertem Handel gibt Sicherheit über Gewicht und Feingehalt.
Kettner Edelmetalle prüft alle Münzen sorgfältig, sodass die ausgelieferten Stücke gut erhalten sind und die Motive klar zur Geltung kommen. Wer sein Portfolio international breiter aufstellen möchte, findet mit dem Vreneli aus der Schweiz oder dem britischen Sovereign weitere historische Goldmünzen mit vergleichbarem Charakter und niedrigem Aufgeld.
Häufig gestellte Fragen zu Goldkronen
Warum tragen fast alle Goldkronen die Jahreszahl 1915? +
Die meisten heute gehandelten Kronen sind offizielle Nachprägungen der Münze Österreich. Sie übernehmen als festes Datum den letzten regulären Prägejahrgang – bei den 20 und 100 Kronen ist das 1915. Der tatsächliche Herstellungszeitpunkt liegt oft Jahrzehnte später und lässt sich am Stück nicht ablesen.
Welchen Feingehalt haben österreichische Goldkronen? +
Alle drei Stückelungen bestehen aus einer 900er-Legierung, also 90 Prozent Gold und 10 Prozent Kupfer. Die Kupferbeimischung macht die Münzen härter und verleiht ihnen den charakteristischen rötlichen Goldton.
Welche Stückelung eignet sich am besten? +
Das hängt vom Ziel ab. Die 20 Kronen sind der meistgehandelte Klassiker mit ausgewogenem Verhältnis aus Goldwert und Aufgeld. Die 10 Kronen bieten eine kleine, gut teilbare Einheit, während die 100 Kronen den niedrigsten Preis pro Gramm liefern und größere Goldmengen kompakt bündeln.
Sind Goldkronen von der Umsatzsteuer befreit? +
Ja. Als Anlagegold sind die Kronen in Deutschland gemäß §25c UStG umsatzsteuerbefreit. Nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr ist ein etwaiger Veräußerungsgewinn zudem einkommensteuerfrei. Es handelt sich um allgemeine Hinweise ohne Anspruch auf steuerliche Beratung.
Wer ist auf den Goldkronen abgebildet? +
Auf der Vorderseite ist Kaiser Franz Joseph I. von Österreich im Profil zu sehen, auf den 10 Kronen mit Lorbeerkranz. Die Rückseite zeigt den habsburgischen Doppeladler mit dem Landeswappen. Franz Joseph regierte von 1848 bis 1916 und war der Ehemann der Kaiserin Elisabeth, bekannt als Sisi.
Gab es die Kronen-Währung auch außerhalb Österreichs? +
Ja. Innerhalb der österreichisch-ungarischen Monarchie war die Krone auch im ungarischen Reichsteil gültig, dort unter der Bezeichnung corona beziehungsweise korona. Die Goldkronen dienten reichsweit als vollwertiges Zahlungsmittel auf Basis des Goldstandards.












