

Silber Drachme Römischer Konsul mit Liktoren (ca. 1 Jhd. v. Chr. | Stadt Olbia am Schwarzen Meer)


Original-Silberdrachme aus Olbia mit römischem Konsul und Liktoren – über 2.000 Jahre alt
Handgeprägtes Einzelstück mit echter Patina – jedes Exemplar ein Unikat für Ihre Sammlung
Echtes Silber als bewährter Sachwert – Krisenschutz und Erbstück für Generationen
Über 2.000 Jahre Geschichte: Original-Silberdrachme aus Olbia am Schwarzen Meer mit römischem Konsul und Liktoren – ein echtes Zeitzeugnis der späten Römischen Republik
Einzelstück mit Patina: Jedes Exemplar ist handgeprägtes Original mit individueller Zentrierung und Oberfläche – kein Serienprodukt, sondern ein unverwechselbares Sammlerstück
Sachwert seit der Antike: Echtes Silber, das zwei Jahrtausende überdauert hat – begehrt als Inflations- und Krisenschutz sowie als Erbstück für kommende Generationen

Silberdrachme „Römischer Konsul mit Liktoren“ – Geschichte, die man in der Hand hält
Kaum eine antike Münze verbindet zwei Welten so eindrucksvoll wie diese Drachme aus der Stadt Olbia am Schwarzen Meer. Auf einem griechischen Schrötling erscheint römische Staatsmacht in Reinform: ein Konsul, begleitet von zwei Liktoren. Geprägt wurde das Stück um die Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. – in jener Zeit, in der die Römische Republik in Bürgerkriegen zerbrach und das Imperium nach Osten drängte. Wer dieses Silber zwischen den Fingern hält, hält über zwei Jahrtausende Weltgeschichte.
Das Münzbild: Fasces, Adler und ein umstrittenes Monogramm
Die Vorderseite zeigt einen nach links schreitenden römischen Magistrat, begleitet von zwei Liktoren. Die beiden Amtsdiener – die lictores – tragen geschulterte Rutenbündel mit eingeflochtener Axt, die berühmten fasces, Zeichen der obrigkeitlichen Amtsgewalt. Im Feld steht ein Monogramm, im Abschnitt die Legende ΚΟΣΩΝ. Dieses Motiv ist keine Erfindung der Stempelschneider: Es stammt vom Denar des Münzmeisters Marcus Iunius Brutus aus dem Jahr 54 v. Chr., der seinen Vorfahren Lucius Iunius Brutus, Konsul des Jahres 509 v. Chr., im Zug seiner Liktoren darstellt.
Die Rückseite präsentiert einen Adler mit ausgebreiteten Flügeln. Er steht nach links auf einem Szepter und hält einen Kranz im Fang. Auch hier diente eine republikanische Vorlage als Muster – ein Denar des Q. Pomponius Rufus von 73 v. Chr. Die Kombination beider Seiten macht die Prägung zu einem der faszinierendsten Zeugnisse antiker Bildübernahme.
- Vorderseite: Römischer Konsul zwischen zwei Liktoren mit Rutenbündel, nach links schreitend; Monogramm im Feld, ΚΟΣΩΝ im Abschnitt
- Rückseite: Adler auf Szepter nach links, Kranz im Fang
- Vorbilder: Denare des M. Iunius Brutus (54 v. Chr.) und des Q. Pomponius Rufus (73 v. Chr.)
- Fachliteratur: Fischer-Bossert, Koson Typus B; RPC I 1701C; HGC 3.2
Koson – König, Rätsel, Sammlermagnet
Die Legende ΚΟΣΩΝ beschäftigt die Numismatik seit Generationen. Lange galt Koson als unbekannter skythischer König, später sah man in ihm einen Herrscher aus Thrakien, der Olbia kontrollierte und angeblich für den Caesarmörder Brutus prägen ließ. Die neuere Forschung um Oliver Hoover setzt Koson dagegen mit dem geto-dakischen König Kotison gleich und verwirft die Brutus-Verbindung: Die Münzbilder seien schlicht Typen entlehnt, die im dakischen Geldumlauf schon kursierten. Und selbst das Monogramm bleibt Deutungssache – gelesen wurde es als BR für Brutus, als ΟΛΒ für die Münzstätte Olbia und als ΒΑ für den Königstitel. Genau diese Uneindeutigkeit macht die Stücke unter Sammlern so begehrt.
Ein zweiter Silbertyp desselben Herrschers trägt übrigens die Büste der Artemis auf makedonischem Schild und rückseitig ΚΟΣΩΝ ΔΡΟΥΕΙΣ – er lehnt sich an die Tetradrachme des römisch-makedonischen Protektorats an. Die Skythien- und Thrakien-Prägungen der späten Republik bilden damit ein kleines, in sich geschlossenes Sammelgebiet.
Olbia selbst war eine milesische Kolonie des 6. Jahrhunderts v. Chr., gelegen dort, wo Hypanis und Borysthenes ins Schwarze Meer münden. Getreide, Fisch und Fernhandel machten die Stadt reich. Dass an diesem Rand der hellenischen Welt römische Konsuln auf Silbergeld erschienen, sagt mehr über die Reichweite Roms als manche Chronik.
Technische Daten im Überblick
- Edelmetall: Silber
- Nennwert: Drachme (attischer Münzfuß, 1 Drachme ≈ 4,3 g)
- Rohgewicht: ca. 4,2 g
- Durchmesser: ca. 18 mm
- Prägezeit: ca. 1. Jahrhundert v. Chr.
- Münzstätte: Olbia am Schwarzen Meer
- Ursprungsland: Hellenische Welt
- Serie: Geschichte
- Zustand: Umlaufware, Erhaltungsgrad divers
Erhaltung: Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt
Die Stücke sind gelaufenes Zahlungsmittel und tragen entsprechende Spuren: dunklere Patina, individuelle Zentrierung, Kerben, Abnutzungen und teils schwächere Legendenpartien. Genau das macht den Reiz aus. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers sein können, unterscheidet sich das gelieferte Exemplar von der Abbildung – Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt und von dem gelieferten Artikel aufgrund historischer Umstände hinsichtlich Optik und Erhaltung individuell abweichen kann.
Silber: Wertspeicher seit der Antike
Diese Drachme führt eindrücklich vor Augen, was Silber seit Jahrtausenden leistet. Sie war Soldatenlohn, Handelsware, Zahlungsmittel – und ihr Metall ist nach zwei Jahrtausenden unverändert vorhanden. Silber ist langlebig, weltweit als Rohstoff gehandelt und besitzt einen inneren Wert aus seinen physikalischen Eigenschaften. Fiat-Geld beruht dagegen allein auf Vertrauen in Regierungen. Deshalb schätzen Anleger und Sammler Edelmetalle bis heute als Inflationsschutz und als Krisenschutz.
- Industrielle Nachfrage: Elektronik, Solar- und Medizintechnik benötigen Silber; neue Technologien lassen den Bedarf weiter wachsen.
- Begrenztes Angebot: Die Verfügbarkeit ist endlich – ein Argument für langfristige Wertstabilität.
- Teilbarkeit: Kleine Silbernominale taugen als Tauschmittel, gerade bei Währungsinstabilität.
- Liquidität: Silber ist etabliert und lässt sich jederzeit wieder veräußern.
- Steuerlicher Aspekt: Gewinne aus dem Verkauf von Silber sind grundsätzlich steuerfrei, sofern die Haltefrist mindestens ein Jahr beträgt.
- Generationen: Physische Sachwerte lassen sich weitergeben – Vermögen von Generation zu Generation.
Für Sammler und Liebhaber antiker Silbermünzen
Im Vergleich zu den berühmten Goldstateren desselben Bildtyps ist die Silberdrachme der deutlich zugänglichere Weg in diese Prägung – bei praktisch identischem Motiv. Gegenüber römischen Denaren der Republik punktet sie mit ihrer exotischen Herkunft am Rand der griechischen Welt; gegenüber klassischen griechischen Drachmen mit unverkennbar römischer Symbolik. Eine Einschränkung sei genannt: Legende und Monogramm sind bei Umlaufstücken nicht immer vollständig lesbar. Wer makellose Details sucht, greift eher zu modernen Silbermünzen. Wer Patina, Geschichte und Einzigartigkeit will, ist hier goldrichtig.
Gold und Silber sind die ältesten Währungen der Menschheit – sie haben jedes Papiergeld überlebt. Diese Drachme ist der schlagende Beweis dafür.
Als Sammlerprodukt mit historischem Tiefgang richtet sich die Silber Drachme „Römischer Konsul mit Liktoren“ an alle, die Numismatik und Sachwerte verbinden möchten: ein Gesprächsstück für die Vitrine, ein Ankerpunkt für eine Antiken-Sammlung und ein Stück Geldgeschichte, das man weitergeben kann. Der Versand erfolgt als Werteversand.





