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Kettner Edelmetalle
18.09.2026
05:45 Uhr

79 Prozent in Sorge: Deutschen schwindet das Vertrauen in die Demokratie

Fast vier Fünftel der Bundesbürger blicken mit Sorge auf die Zukunft der Demokratie. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv: 79 Prozent der Befragten äußern große oder sehr große Sorgen um die demokratische Entwicklung in Deutschland. Lediglich 19 Prozent geben an, sich wenig oder gar keine Sorgen zu machen.

Die Zahlen fallen mitten in eine politisch hochnervöse Woche – wenige Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.

Frauen und junge Erwachsene besonders alarmiert

Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Gruppen. Unter den befragten Frauen nennen 85 Prozent große oder sehr große Sorgen, bei den Männern sind es 73 Prozent. Genauso hoch wie bei den Frauen liegt der Wert bei den 18- bis 29-Jährigen: ebenfalls 85 Prozent.

Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es 73 Prozent – niedriger, aber immer noch ein bedrückend hohes Niveau. Von einer Randstimmung kann also keine Rede sein.

Über alle Parteigrenzen hinweg: Die Sorge sitzt tief

Bemerkenswert ist, dass sich die Unruhe quer durch alle politischen Lager zieht. Unter Anhängern der Linken sorgen sich laut der Erhebung 97 Prozent, bei der SPD 84 Prozent, bei den Grünen 82 Prozent und bei CDU/CSU-Anhängern 78 Prozent. Selbst unter AfD-Anhängern liegt der Anteil bei 70 Prozent.

Anders gesagt: In keiner abgefragten Anhängerschaft sinkt der Wert unter die Hälfte. Wer die Sorge um die Demokratie als Problem einzelner „Ränder“ abtun will, wird von diesen Daten nicht gedeckt.

Der Blick aufs Regierungslager: desaströse Werte

Die Sorgen kommen nicht aus dem Nichts. Nach denselben Forsa-Erhebungen für RTL und ntv – befragt wurden 2502 Bürger zwischen dem 8. und 14. September – sind mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz nur noch 10 Prozent zufrieden, 88 Prozent nicht. Die Union fällt auf 20 Prozent, ihren tiefsten Wert seit Oktober 2021, die AfD führt mit 27 Prozent.

Noch aufschlussreicher: 55 Prozent trauen keiner Partei zu, die Probleme des Landes zu lösen. Und beim Blick auf die Wirtschaft erwarten 63 Prozent eine Verschlechterung, nur 16 Prozent eine Besserung – obwohl mehrere Institute für dieses Jahr einen überraschend kräftigen Aufschwung prognostizieren.

Wenn Vertrauen zur knappen Ressource wird

Aus Sicht unserer Redaktion ist das weniger ein Misstrauensvotum gegen die Demokratie als Ordnung – sondern gegen ihre gegenwärtige Praxis. Gebrochene Versprechen, Rekordschulden trotz gegenteiliger Ankündigungen, Dauerstreit in der Koalition: Wer Erwartungen weckt und enttäuscht, produziert genau diese Zahlen.

Kritiker der Regierungspolitik sehen darin ein Alarmsignal, das mit Appellen an „mehr Beteiligung“ nicht zu beruhigen ist. Vertrauen entsteht durch Ergebnisse: bezahlbare Energie, sichere Straßen, eine Wirtschaft, die wieder wächst.

Und historisch gilt: In Phasen, in denen Bürger das Vertrauen in Institutionen und Papierversprechen verlieren, gewinnt Beständigkeit an Wert. Physisches Gold und Silber haben politische Umbrüche über Jahrhunderte überdauert – als Ergänzung in einem breit gestreuten Vermögen bleiben sie eine Überlegung wert.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

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