
Absturz auf 20 Prozent: Union erreicht Fünf-Jahres-Tief!
Die Kanzlerpartei rutscht ab. In der neuen Insa-Sonntagsfrage für die "Bild am Sonntag" fällt die Union auf 20 Prozent — ein Prozentpunkt weniger als zuletzt. Die AfD bleibt mit 28 Prozent klar vorn, die Linkspartei legt auf zwölf Prozent zu.
Befragt wurden Medienberichten zufolge 1.203 Menschen zwischen dem 10. und 14. August, die Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 3,1 Prozentpunkten. Ein Momentbild also — aber eines mit Wucht.
Der schlechteste Wert seit Oktober 2021
Laut Berichten über die Erhebung muss man bis in den Oktober 2021 zurückblättern, um die Union so schwach zu finden. Damals ging die Ära Merkel zu Ende, die CDU taumelte nach dem Laschet-Debakel.
Heute regiert Friedrich Merz — und der Vergleich mit dem Wahlabend des 23. Februar 2025 ist bitter: 28,5 Prozent holte die Union damals, nun sind es 20. Rund ein Drittel der Wähler hat sich in gut anderthalb Jahren abgewandt.
Das komplette Bild der Umfrage:
- AfD: 28 Prozent
- CDU/CSU: 20 Prozent (–1)
- Grüne: 13 Prozent
- SPD: 12 Prozent
- Linke: 12 Prozent (+1)
- FDP: 5 Prozent
- BSW: 3 Prozent
Rechnerisch regierungsunfähig
Die Zahlen sind auch koalitionsarithmetisch brisant. Schwarz-Rot käme zusammen auf gerade einmal 32 Prozent — die amtierende Bundesregierung hätte keine Mehrheit mehr, nicht einmal in Reichweite.
Selbst eine Kenia-Koalition aus Union, SPD und Grünen läge bei 45 Prozent und damit unter einem schwarz-blauen Bündnis, das rechnerisch 48 Prozent erreichte. Ein grün-rot-rotes Lager käme auf 37 Prozent.
Noch schmerzhafter dürfte für die Union der Blick auf den Kanzler sein: 78 Prozent der Befragten zeigten sich mit der Arbeit von Friedrich Merz unzufrieden, drei Punkte mehr als zuvor. Auch 54 Prozent der eigenen Anhänger seien enttäuscht.
"So gering war die Unterstützung und so hoch war die Ablehnung noch nie. Dieser Trend lässt sich wahrscheinlich nicht mehr drehen, weil selbst die verbliebenen Wähler der Regierungsparteien mehrheitlich nicht mehr hinter der Bundesregierung stehen." — Insa-Chef Hermann Binkert laut Medienberichten
Die Bürger wollen Kurswechsel — und bekommen Verwaltung
Bemerkenswert ist eine zweite Insa-Erhebung, veröffentlicht am 11. August. Abgefragt wurde die Zustimmung zu vier Forderungen: Begrenzung der Migration, Entlastung der Wirtschaft, Stärkung der Verteidigungsfähigkeit und besserer Schutz von Umwelt und Natur.
Alle vier fanden mehr als 70 Prozent Zustimmung. Besonders auffällig: Unter jenen, die sich zuvor mit dem Thema Migration befasst hatten, sprachen sich 89 Prozent für eine Begrenzung aus. Wer sich nicht damit beschäftigt hatte, lehnte sie zu 43 Prozent ab.
Aus Sicht unserer Redaktion liegt darin die eigentliche Botschaft: Wer hinschaut, will Kurswechsel. Geliefert wurde bislang vor allem Schuldenpolitik — 500 Milliarden Euro Sondervermögen, Klimaneutralität im Grundgesetz, ein Kanzler, der einst versprach, keine neuen Schulden zu machen.
Drei Wahlen, ein Stresstest
Der Zeitpunkt ist heikel. Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt gewählt, zwei Wochen später in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Umfragen sind keine Prognosen — aber wer die Stimmung im Land ignoriert, wird von ihr eingeholt.
Für viele Bürger ist die Lehre simpel: Politische Unsicherheit und ausufernde Staatsverschuldung sind auch ein Vermögensrisiko. Physische Edelmetalle können in einem breit gestreuten Portfolio als krisenfeste Beimischung dienen.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt unsere Einschätzung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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