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Kettner Edelmetalle
20.01.2026
14:47 Uhr

Berlin-Marathon: Wenn der Laufsport zum Luxusgut verkommt

Was einst als Volkssport für jedermann galt, entwickelt sich zunehmend zum exklusiven Vergnügen für Besserverdienende. Der Berlin-Marathon, einst ein Symbol für sportliche Teilhabe in der Hauptstadt, verlangt mittlerweile stolze 205 Euro Startgeld – eine Verdoppelung innerhalb von nur zehn Jahren. Damit liegt die deutsche Hauptstadt europaweit auf dem zweiten Platz der teuersten Marathonveranstaltungen, nur noch übertroffen vom Londoner Pendant mit 257 Euro.

Eine Preisexplosion, die ihresgleichen sucht

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2016 kostete die Teilnahme am legendären Lauf durch das Brandenburger Tor noch bescheidene 98 Euro. Zwei Jahre später waren es bereits 108 Euro, 2022 dann 150 Euro, und heute muss man mehr als das Doppelte des ursprünglichen Preises auf den Tisch legen. Diese Entwicklung wirft unweigerlich die Frage auf, ob der Breitensport in Deutschland noch für alle zugänglich ist – oder ob er sich schleichend zu einem Privileg der Wohlhabenden wandelt.

Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten zeigt sich das Ausmaß der Berliner Preispolitik besonders deutlich. Der Marathon in München, immerhin auf Platz zwei, kostet mit 145 Euro satte 60 Euro weniger. Frankfurt verlangt 136 Euro, Hamburg 135 Euro und Köln 130 Euro. Der bundesweite Durchschnitt für Marathonveranstaltungen liegt bei gerade einmal 63 Euro – weniger als ein Drittel des Berliner Preises.

Europa bietet günstigere Alternativen

Wer den Traum vom großen Stadtmarathon hegt, aber nicht bereit ist, derart tief in die Tasche zu greifen, findet im europäischen Ausland durchaus attraktive Alternativen. Paris lockt mit 179 Euro regulärem Startgeld, bietet aber für Frühbucher sogar Tickets für nur 135 Euro an – eine Option, die Berlin seinen Läufern bezeichnenderweise verwehrt. In Rom und Athen können Early-Bird-Käufer sogar für lediglich 89 beziehungsweise 55 Euro an den Start gehen. Das günstigste Angebot unter den europäischen Hauptstädten findet sich in Riga mit bescheidenen 79 Euro.

„Es klingt schon nicht schlecht, behaupten zu können, man sei den Berlin-Marathon gelaufen."

Was rechtfertigt den stolzen Preis?

Die Veranstalter argumentieren mit einem umfangreichen Leistungspaket: Neben dem Startplatz und der begehrten Finisher-Medaille umfasst die Gebühr die professionelle Zeitmessung, eine aufwendige Streckensicherung und -sperrung, umfangreiche Verpflegungsstationen sowie einen kostenlosen Massageservice. Zusätzlich erhalten die Teilnehmer ein 4-Tage-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr in der Tarifzone ABC.

Der Berlin-Marathon genießt zweifellos einen herausragenden Ruf. Als Teil der sogenannten „Big Seven", der World Marathon Majors, zählt er zu den prestigeträchtigsten Läufen weltweit. Das flache Streckenprofil macht ihn bei Profis besonders beliebt – Jahr für Jahr werden hier Weltrekorde gebrochen. 2025 erreichte der schnellste Läufer das Ziel nach beeindruckenden 2:02:16 Stunden.

Ein Trend, der nachdenklich stimmt

Mit rund 48.000 Teilnehmern ist der Berlin-Marathon zwar der größte Lauf Deutschlands, liegt aber europaweit hinter Paris und London, die jeweils 55.000 Läufer verzeichneten. Die Frage bleibt: Rechtfertigt das Prestige tatsächlich diese Preispolitik? Oder erleben wir hier eine Entwicklung, die symptomatisch für eine Gesellschaft steht, in der selbst der Sport zunehmend nach Geldbeutel sortiert?

Wer die Berliner Preise als überzogen empfindet, mag sich mit dem Blick auf die amerikanischen Majors trösten: In Chicago werden bis zu 250 Euro fällig, in New York über 300 Euro und in Boston 260 Euro. Nur Tokio zeigt sich mit 150 bis 190 Euro moderater. Doch dieser Vergleich kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Laufsport in Deutschland einen bedenklichen Weg eingeschlagen hat – weg von der Breitenpartizipation, hin zum exklusiven Event für jene, die es sich leisten können.

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