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Kettner Edelmetalle
28.01.2026
20:35 Uhr

Brüssel sucht neue Partner: EU und Vietnam schmieden Rohstoff-Allianz gegen China

Die geopolitischen Verwerfungen der vergangenen Jahre zwingen die Europäische Union zu einem längst überfälligen Kurswechsel. Während Brüssel jahrelang die Abhängigkeit von China bei kritischen Rohstoffen sehenden Auges hinnahm, scheint nun endlich ein Umdenken stattzufinden. Die EU und Vietnam wollen ihre Wirtschaftsbeziehungen massiv ausbauen – ein Schritt, der angesichts der eskalierenden Handelskonflikte mit Washington und Peking dringend notwendig erscheint.

Strategische Partnerschaft in turbulenten Zeiten

EU-Ratspräsident Antonio Costa reist an diesem Donnerstag in die vietnamesische Hauptstadt Hanoi, um eine gemeinsame Erklärung zu unterzeichnen. Das achtseitige Dokument, dessen Entwurf bereits durchgesickert ist, liest sich wie ein Eingeständnis europäischer Versäumnisse. Jahrzehntelang hat man sich in Brüssel auf billige chinesische Importe verlassen, ohne sich Gedanken über die strategischen Konsequenzen zu machen. Nun, da Donald Trump mit seinen Strafzöllen den globalen Handel durcheinanderwirbelt und China seine Dominanz bei Seltenen Erden als politisches Druckmittel einsetzt, erwacht Europa aus seinem Dornröschenschlaf.

Vietnam verfügt über bedeutende, bislang weitgehend unerschlossene Vorkommen an Seltenen Erden und Gallium – Rohstoffe, die für die moderne Industrie unverzichtbar sind. Die Regierung in Hanoi hat bereits Interesse am Aufbau eigener Verarbeitungskapazitäten signalisiert. Ein Markt, der weltweit von China dominiert wird und bei dem Europa bisher kläglich versagt hat, eigene Alternativen aufzubauen.

Halbleiter und Infrastruktur im Fokus

Die geplante Kooperation beschränkt sich keineswegs auf Rohstoffe. Vietnam hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Standort für die Halbleiterindustrie entwickelt. Konzerne wie Intel und Amkor lassen dort bereits Chips verpacken und testen. Anfang des Monats begann sogar der Bau der ersten Halbleiter-Produktionsanlage des Landes. Für den niederländischen Chipanlagen-Ausrüster ASML, dessen Technologie weltweit begehrt ist, gewinnt das südostasiatische Land zunehmend an Bedeutung.

Besonders brisant erscheint die geplante Zusammenarbeit bei der Kommunikationsinfrastruktur. Die EU will beim Aufbau von 5G-Netzen und Satellitenverbindungen europäische Anbieter wie Ericsson und Nokia ins Spiel bringen – ein direkter Angriff auf die Marktposition chinesischer Firmen wie Huawei. Dass Brüssel in diesem Zusammenhang sogar den Transfer von "nicht-sensibler Technologie und Know-how" erwägt, zeigt, wie ernst man die Lage mittlerweile nimmt.

Wolfram für die Rüstungsindustrie

Ein Aspekt, der in der öffentlichen Debatte oft untergeht: Vietnam ist ein wichtiger Lieferant von Wolfram, einem für die Rüstungs- und Elektronikindustrie unverzichtbaren Metall. Angesichts der angespannten Sicherheitslage in Europa und der Notwendigkeit, die eigene Verteidigungsfähigkeit zu stärken, gewinnt dieser Rohstoff zusätzlich an Bedeutung. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat die Stärkung der Bundeswehr zu einer Priorität erklärt – dafür braucht es auch sichere Lieferketten für strategische Materialien.

Versteckte Kritik an Großmächten

Der Entwurf der gemeinsamen Erklärung enthält bemerkenswerte diplomatische Spitzen. Ohne die USA, China oder Russland direkt beim Namen zu nennen, bekräftigen beide Seiten ihre Unterstützung für eine "regelbasierte internationale Ordnung" und die Welthandelsorganisation. Eine kaum verhüllte Kritik an Trumps Zollpolitik, die das multilaterale Handelssystem systematisch untergräbt, und an Chinas aggressivem Auftreten im Südchinesischen Meer.

Interessant ist auch der Aufruf zu einem "gerechten und nachhaltigen Frieden" in der Ukraine. Russland ist traditionell ein enger Partner Vietnams – die Formulierung zeigt, dass Hanoi trotz dieser historischen Verbindungen bereit ist, sich zumindest rhetorisch von Moskaus Aggression zu distanzieren.

Ein überfälliger Schritt in die richtige Richtung

Die geplante Partnerschaft zwischen der EU und Vietnam ist ein Schritt in die richtige Richtung, wenngleich er reichlich spät kommt. Jahrelang hat Europa seine wirtschaftliche Abhängigkeit von autoritären Regimen ignoriert und sich auf kurzfristige Kostenvorteile konzentriert. Die Quittung dafür bekommen wir nun präsentiert – in Form von Lieferengpässen, Preisexplosionen und politischer Erpressbarkeit.

Ob die neue Kooperation tatsächlich die erhofften Früchte trägt, bleibt abzuwarten. Vietnam ist kein demokratischer Musterstaat, sondern wird von einer kommunistischen Partei regiert, die gerade erst ihren Generalsekretär To Lam für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt hat. Doch in einer Welt, in der die USA unter Trump ihre Verbündeten mit Strafzöllen überziehen und China seine wirtschaftliche Macht als geopolitische Waffe einsetzt, muss Europa pragmatisch handeln. Die Alternative wäre, weiterhin zwischen den Großmächten zerrieben zu werden.

Für Anleger, die sich angesichts dieser geopolitischen Verwerfungen Sorgen um ihr Vermögen machen, könnte die Beimischung physischer Edelmetalle wie Gold und Silber eine sinnvolle Ergänzung des Portfolios darstellen. In Zeiten, in denen Handelsströme umgelenkt werden und Währungen unter Druck geraten, haben sich diese bewährten Wertaufbewahrungsmittel historisch als stabiler Anker erwiesen.

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