
Das jährliche Ritual der Empörungsindustrie: Wenn NGOs in Davos die Fakten verdrehen
Pünktlich zum Weltwirtschaftsforum in Davos erklingt sie wieder, die altbekannte Melodie der organisierten Entrüstung. Der NGO-Verbund Oxfam stimmt sein alljährliches Klagelied an und warnt vor der angeblich wachsenden Ungleichheit auf diesem Planeten. Die Botschaft ist simpel, emotional aufgeladen und moralisch hochwirksam – nur leider sachlich unhaltbar.
Die Nullsummen-Illusion der Umverteilungsideologen
Die Zahlen, die Oxfam präsentiert, klingen zunächst erschreckend: Rund 3000 Milliardäre würden über 18,3 Billionen Dollar verfügen, ihr Vermögen sei seit 2020 inflationsbereinigt um über 80 Prozent gewachsen. Gleichzeitig lebe fast die Hälfte der Menschheit in Armut. Die suggerierte Schlussfolgerung liegt auf der Hand – der Reichtum der einen sei die Ursache für die Armut der anderen.
Doch diese Nullsummenlogik, so verführerisch sie für linke Ideologen auch sein mag, ist ökonomischer Unsinn. Wohlstand funktioniert nicht wie ein Kuchen mit fester Größe, bei dem jeder nur so viel bekommt, wie ein anderer abgibt. Er gleicht vielmehr einem Hefeteig, der wächst und wächst.
Die unbequeme Wahrheit der Weltbank-Statistiken
Ausgerechnet die Daten der Weltbank, auf die sich Oxfam selbst beruft, entlarven die eigene Argumentation als Schimäre. Im Jahr 2020 lebten noch 50,5 Prozent der Weltbevölkerung in Armut. Heute sind es nur noch 45,5 Prozent. In nur fünf Jahren entkamen Hunderte Millionen Menschen der Armut – weltweit, während gleichzeitig die Vermögen der Reichen stiegen. Das ist kein Widerspruch, sondern schlicht das Ergebnis von Wirtschaftswachstum.
Noch eindrucksvoller fällt der Blick auf die extreme Armut aus. Sie sank von 11,4 auf 10,1 Prozent. Dabei ist diese Zahl sogar nach oben verzerrt, denn 2025 hob die Weltbank die Armutsgrenze um rund 40 Prozent an. Ohne diesen statistischen Kunstgriff läge der Anteil der extrem Armen heute bei etwa 6,5 Prozent – dem niedrigsten Wert der Menschheitsgeschichte.
Ein historischer Triumph der Marktwirtschaft
Vor 200 Jahren vegetierten rund 90 Prozent der Menschen in extremer Armut dahin. Dieser beispiellose Fortschritt hat klare Ursachen, die den NGO-Aktivisten freilich nicht schmecken dürften: nicht Umverteilung, nicht staatliche Intervention, nicht die Kampagnen selbsternannter Weltverbesserer – sondern Industrialisierung, Marktwirtschaft und offene Märkte.
Überall dort, wo wirtschaftliche Freiheit zunahm – in China, Indien oder Vietnam – sank die Armut rapide. Sie ging immer dort zurück, wo sozialistische Systeme kollabierten.
Die fragwürdige Rolle der NGOs
Was treibt Organisationen wie Oxfam eigentlich an, Jahr für Jahr die gleichen irreführenden Narrative zu verbreiten? Die Antwort ist so simpel wie ernüchternd: Empörung verkauft sich besser als Statistik. Und die mediale Begleitmusik übernimmt die Deutungen dieser Organisationen nur allzu bereitwillig und ungeprüft.
Dabei sind es gerade diese NGOs, die kritisch hinterfragt werden müssten. Nicht demokratisch gewählt, häufig mit Steuergeldern subventioniert, von Steuerbefreiungen profitierend – sie agieren als Souffleure einer Politik, die auf Umverteilung statt auf Wachstum setzt. Eine Politik, die nachweislich noch nie Wohlstand geschaffen hat.
Die eigentliche Bedrohung für den Mittelstand
Freilich gibt es berechtigte Sorgen. In Deutschland etwa ist die Armutsgefährdung real gestiegen. Doch die Ursachen liegen nicht bei den Milliardären dieser Welt, sondern bei einer verfehlten Politik: explodierende Energiekosten durch ideologiegetriebene Klimapolitik, eine unkontrollierte Migration, die den Sozialstaat belastet, und eine Steuerlast, die den Mittelstand erdrückt.
Die Wirklichkeit zeigt etwas anderes als das, was uns die Empörungsindustrie weismachen will: Wirtschaftswachstum macht die Reichen reicher – und die Armen weniger arm. Das ist kein Skandal, sondern einer der größten Fortschritte der Menschheitsgeschichte. Wer das leugnet, betreibt keine Aufklärung, sondern ideologische Verdummung.

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