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Kettner Edelmetalle
20.01.2026
13:14 Uhr

Digitales Desaster: Hunderte Energieversorger ignorieren Smart-Meter-Pflicht – Zwangsgelder drohen

Deutschland, das Land der Ingenieure und Tüftler, scheitert einmal mehr an der eigenen Bürokratie und dem mangelnden Willen zur Modernisierung. Während in anderen europäischen Ländern intelligente Stromzähler längst zum Standard gehören, hängen in deutschen Kellern noch immer die guten alten analogen Drehscheiben-Zähler. Ein Armutszeugnis für die selbsternannte Energiewende-Nation.

Erschreckende Bilanz: 85 Prozent der Betreiber verfehlen die Mindestquote

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, und sie sind alles andere als schmeichelhaft. Von bundesweit 814 zuständigen Messstellenbetreibern haben sage und schreibe 688 die gesetzlich vorgeschriebene Mindestquote für den Einbau sogenannter Smart Meter nicht erreicht. Das entspricht einer Versagerquote von 85 Prozent. Bis Ende 2025 hätten mindestens 20 Prozent der Haushalte, die unter die Einbaupflicht fallen, mit den intelligenten Stromzählern ausgestattet sein müssen. Doch die Realität sieht anders aus.

Besonders pikant: Fast ein Viertel der kleinen Messstellenbetreiber hat noch nicht einen einzigen Smart Meter installiert. Die Roll-out-Quote liegt bei exakt null Prozent. Man fragt sich unweigerlich, was diese Unternehmen in den vergangenen Jahren eigentlich getrieben haben, während die gesetzlichen Fristen unaufhaltsam näher rückten.

Bundesnetzagentur kündigt Konsequenzen an

Die Bundesnetzagentur zeigt sich nun entschlossen, dem Treiben ein Ende zu bereiten. Ein Sprecher der Behörde kündigte an, dass unter Berücksichtigung des Grads und Umfangs der Nichterfüllung Aufsichtsmaßnahmen ergriffen werden. Gesetzeskonformes Verhalten werde mit Zwangsgeldern durchgesetzt, so die unmissverständliche Ansage aus Bonn.

„Ein gesetzeskonformes Verhalten wird mit Zwangsgeldern durchgesetzt werden."

Wie hoch diese Zwangsgelder ausfallen werden, ist noch unklar. Die Höhe soll sich am Maß der gesetzlichen Pflichtverletzung orientieren, aber auch an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der betroffenen Unternehmen. Für kleine Betreiber könnte es dennoch eng werden.

Verbraucher sind die Leidtragenden

Die Leidtragenden dieser Misere sind einmal mehr die Bürger. Christina Wallraf, Energiereferentin der Verbraucherzentrale NRW, berichtet von zunehmenden Beschwerden frustrierter Verbraucher, die von ihren Messstellenbetreibern keinen Smart Meter eingebaut bekommen – obwohl sie ein gesetzliches Recht darauf haben. Die Probleme hätten in den vergangenen zwei Jahren deutlich zugenommen.

Theoretisch könnten Betroffene sich an einen wettbewerblichen Messstellenbetreiber wenden oder selbst einen Elektriker beauftragen. Doch in der Praxis sei das oft teuer oder schlicht nicht umsetzbar, so Wallraf. Ein weiteres Beispiel dafür, wie der deutsche Staat Gesetze erlässt, deren Umsetzung er dann nicht durchsetzt – und die Zeche zahlt der kleine Mann.

Regionale Unterschiede offenbaren das Chaos

Der neue „Smart-Meter-Atlas" macht die regionalen Unterschiede schonungslos sichtbar. Während Stromnetz Berlin mit einer Quote von 38 Prozent als Musterschüler dasteht, erreicht das baden-württembergische Unternehmen Netze BW gerade einmal die Mindestquote von 20 Prozent. Die Begründung: Das ländlich geprägte Netzgebiet mit vielen PV-Anlagen, Wärmepumpen und Wallboxen erschwere die Erfüllung der Quote.

Smart Meter sind für die Energiewende unverzichtbar. Sie ermöglichen dynamische Stromtarife, bei denen Verbraucher gezielt günstigen Strom nutzen können – etwa wenn die Sonne scheint und viel Solarstrom produziert wird. Ohne diese Technologie bleibt die viel beschworene Energiewende ein zahnloser Tiger. Deutschland hinkt hier der europäischen Konkurrenz um Jahre hinterher, während die Politik weiterhin ambitionierte Klimaziele verkündet, ohne die nötige Infrastruktur bereitzustellen.

Es ist ein weiteres Kapitel im Buch des deutschen Staatsversagens: Große Ankündigungen, mangelnde Umsetzung und am Ende Zwangsmaßnahmen, die das Problem hätten verhindern können, wenn man von Anfang an konsequent gewesen wäre.

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