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Kettner Edelmetalle
29.01.2026
05:39 Uhr

Dreiste Einbrecher plündern Sparkassen-Tresor am helllichten Tag

Die Kriminalität in Deutschland kennt offenbar keine Grenzen mehr – weder zeitlich noch räumlich. Am Mittwochvormittag, gegen 10 Uhr, schlugen mindestens zwei Täter in einer Sparkassenfiliale in Wilhelmshaven zu und brachen mit brachialer Gewalt eine zweistellige Anzahl von Schließfächern auf. Während ehrliche Bürger ihrer Arbeit nachgehen, machen sich Kriminelle ungeniert an den Ersparnissen der Menschen zu schaffen.

Täter flohen zu Fuß – Polizei steht vor Rätseln

Wie die noch unbekannten Einbrecher überhaupt in den hochgesicherten Tresorraum gelangen konnten, ist den Ermittlern bislang schleierhaft. Normalerweise benötigen Kunden eine spezielle Zugangskarte sowie einen persönlichen Code, um den Raum betreten zu können. Dass es den Tätern dennoch gelang, wirft unangenehme Fragen auf – sowohl hinsichtlich der Sicherheitsvorkehrungen als auch bezüglich möglicher Insider-Informationen.

Die Kriminellen hatten nach ersten Erkenntnissen der Polizei nur wenige Minuten Zeit für ihr dreistes Werk. Ein interner Alarm wurde ausgelöst, woraufhin die Täter zu Fuß flüchteten. Die Zahl der aufgebrochenen Schließfächer liegt im unteren zweistelligen Bereich – also unter 50 Fächern. Ob und in welchem Umfang tatsächlich Wertgegenstände entwendet wurden, bleibt vorerst unklar. Möglicherweise befanden sich unter den aufgebrochenen Fächern auch leere, nicht vermietete Behältnisse.

Polizei fahndet nach drei verdächtigen Männern

Die Ermittler haben inzwischen Personenbeschreibungen veröffentlicht und bitten die Bevölkerung um Mithilfe. Gesucht werden drei etwa 1,80 Meter große Männer mit schmaler Statur und – wie es in der Polizeimeldung heißt – ungepflegtem Erscheinungsbild.

Der erste Verdächtige soll feines, blondes und zotteliges Haar haben. Er trug eine blaue Jacke, eine ausgebeulte Jeans sowie eine dunkelblaue Stoff-Umhängetasche unter dem linken Arm. Der zweite Täter fiel durch ein weißes Cappy, eine dunkle Jacke mit Camouflage-Muster und eine bunte Plastiktüte auf. Ein möglicher dritter Tatbeteiligter wurde in blauer Jeans, blauen Sneakern, schwarzem Kapuzenmantel und weißer Mütze gesichtet.

Beunruhigende Serie von Bankeinbrüchen

Der Fall in Wilhelmshaven reiht sich in eine besorgniserregende Serie von Sparkassen-Einbrüchen ein. Erst im Dezember vergangenen Jahres sorgte ein spektakulärer Coup in Gelsenkirchen für Schlagzeilen. Maskierte Täter drangen dort über eine Tiefgarage in eine Filiale ein und bohrten sich über die Weihnachtsfeiertage in den Tresorraum. Die Beute: Wertsachen in Millionenhöhe aus Tausenden Schließfächern. Ein Opfer verlor dabei allein 400.000 Euro – mittlerweile wurden mehrere Klagen gegen die Sparkasse eingereicht.

Dass sich Kriminelle inzwischen derart dreist und unbehelligt an den Ersparnissen der Bürger vergreifen können, ist ein weiteres Symptom des grassierenden Sicherheitsversagens in diesem Land. Die betroffenen Kunden der Wilhelmshavener Filiale in der Preußenstraße werden gebeten, sich direkt an ihre Bank zu wenden, um zu erfahren, ob ihre Schließfächer betroffen sind. Die Polizei kann hierzu keine Auskünfte erteilen.

Es bleibt die bittere Erkenntnis: Wer seine Wertsachen heute noch sicher verwahren möchte, sollte sich gut überlegen, wem er sie anvertraut. Die Zeiten, in denen ein Bankschließfach als unangreifbarer Tresor galt, scheinen endgültig vorbei zu sein.

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