
Edelmetalle im Höhenflug: Grönland-Krise treibt Gold auf historisches Rekordhoch
Was für ein Wochenende für Anleger, die auf die Beständigkeit physischer Werte setzen! Der Goldpreis durchbricht alle bisherigen Rekordmarken und notiert bei atemberaubenden 4.675 Dollar – ein Plus von satten 80 Dollar oder 1,76 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss. Doch damit nicht genug: Silber legt mit einem Sprung von über vier Prozent auf 93,70 Dollar noch deutlich stärker zu und steht nur noch wenige Cents vor seinem eigenen historischen Höchststand.
Die Grönland-Eskalation als Brandbeschleuniger
Hinter diesem fulminanten Anstieg verbirgt sich eine geopolitische Krise, die das Potenzial hat, die transatlantischen Beziehungen nachhaltig zu erschüttern. US-Präsident Trump verkündete am Samstag Strafzölle von zehn Prozent gegen acht EU-Länder, darunter auch Deutschland und Frankreich. Der Auslöser? Die anhaltende Weigerung Dänemarks, Grönland an die Vereinigten Staaten zu verkaufen – eine Forderung, die in europäischen Hauptstädten auf blankes Entsetzen stößt.
Die Entsendung einer symbolischen Truppenpräsenz mehrerer EU-Staaten nach Grönland in der vergangenen Woche empfand Trump offenbar als persönlichen Affront. Die Reaktion folgte prompt und schmerzhaft. Nun beraten die EU-Mitgliedstaaten fieberhaft über Gegenzölle in einer Größenordnung von 93 Milliarden Euro – ein Handelskrieg, wie ihn die Welt seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat, zeichnet sich am Horizont ab.
Flucht in sichere Häfen: Aktien raus, Edelmetalle rein
Die Börsianer haben die Zeichen der Zeit erkannt und ziehen konsequent die sogenannte "Risk-Off-Karte". Der DAX verliert im frühen Handel bei Tradegate bereits 1,85 Prozent. Obwohl die US-Märkte heute feiertagsbedingt geschlossen bleiben, signalisieren die Derivatemärkte auch für amerikanische Indizes deutliche Verluste.
Die Zahlen der vergangenen vier Wochen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Gold legte um beachtliche 7,93 Prozent zu, während Silber mit einem geradezu explosiven Anstieg von 42,98 Prozent alle Erwartungen pulverisierte. Ein Kommentator aus Andalusien brachte es auf den Punkt:
"Kurssteigerungen bei Silber seit Jahresbeginn über 31 Prozent, auf Jahressicht sogar über 174 Prozent – da kann man nicht klagen."
Mehr als nur geopolitische Nervosität
Was diese Entwicklung von früheren Krisen unterscheidet, ist die konkrete wirtschaftliche Bedrohung, die von einem eskalierenden Handelskrieg ausgeht. Beidseitige Zölle würden nicht nur die Konjunktur auf beiden Seiten des Atlantiks belasten, sondern auch die Geschäftsmodelle zahlreicher Exporteure fundamental in Frage stellen. Die deutsche Wirtschaft, ohnehin durch Jahre verfehlter Energiepolitik und überbordender Bürokratie geschwächt, könnte einen solchen Schlag nur schwer verkraften.
Für konservative Anleger bestätigt sich einmal mehr die zeitlose Weisheit: Physische Edelmetalle sind und bleiben der ultimative Schutz in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Turbulenzen. Während Papierwerte im Sturm der Ereignisse schwanken, beweisen Gold und Silber ihre Funktion als verlässliche Wertanker – eine Erkenntnis, die unsere Großeltern noch als selbstverständlich betrachteten.
Hinweis zur Vermögensanlage
Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor dem Erwerb von Edelmetallen oder anderen Anlageprodukten eine eigenständige Recherche durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Die Kettner Edelmetalle GmbH übernimmt keine Haftung für etwaige Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen wurden.

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