
Epstein-Skandal erreicht Frankreich: Ex-Minister Lang gesteht Verbindungen zum Sexualstraftäter
Die Enthüllungen rund um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein reißen nicht ab. Mit der Veröffentlichung von über drei Millionen weiteren Dokumenten durch das US-Justizministerium am vergangenen Freitag geraten erneut hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ins Rampenlicht – und nicht wenige von ihnen dürften nervös auf ihre Telefone starren.
Französischer Spitzenpolitiker räumt Kontakte ein
Besonders brisant: Der ehemalige französische Kultur- und Bildungsminister Jack Lang hat nun öffentlich zugegeben, Verbindungen zu dem 2019 verstorbenen Epstein unterhalten zu haben. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte der langjährige Weggefährte der Präsidenten Mitterrand und Chirac, er stehe „in vollem Umfang zu den Verbindungen", die er einst zu dem US-Finanzinvestor aufgebaut habe.
Eine bemerkenswerte Formulierung, die aufhorchen lässt. Lang beteuerte gleichzeitig, damals habe für ihn nichts darauf hingedeutet, dass Epstein „im Zentrum eines kriminellen Netzwerks stehen könnte". Doch wie glaubwürdig ist diese Verteidigung angesichts der Tatsache, dass Epsteins fragwürdiger Lebenswandel in eingeweihten Kreisen seit Jahren ein offenes Geheimnis gewesen sein soll?
Auch Langs Tochter in den Dokumenten genannt
Die veröffentlichten Akten zeigen nicht nur den Namen des ehemaligen Ministers, sondern auch den seiner Tochter Caroline. Beide sollen Kontakte zu dem US-Finanzinvestor gepflegt haben. Lang, der seit 2013 das renommierte Institut du Monde arabe in Paris leitet, gehört damit zu einer wachsenden Liste prominenter Persönlichkeiten, deren Namen in den Epstein-Dokumenten auftauchen.
Prominente Gesellschaft im Schatten des Skandals
Die Dimension dieses Skandals ist kaum zu überschätzen. Neben Lang finden sich in den Unterlagen auch die Namen des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, des Tech-Milliardärs Elon Musk, Microsoft-Gründer Bill Gates sowie des in Ungnade gefallenen britischen Prinzen Andrew. Eine illustre Runde, die Fragen aufwirft: Wie konnte ein Mann wie Epstein derart weitreichende Netzwerke in die höchsten Gesellschaftsschichten knüpfen?
Jeffrey Epstein wurde vorgeworfen, mehr als tausend Mädchen und Frauen missbraucht und teilweise Prominenten zugeführt zu haben. Der verurteilte Sexualstraftäter wurde 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden – offiziell durch Suizid. Doch die Umstände seines Todes nähren bis heute Spekulationen und Verschwörungstheorien.
Keine weiteren Anklagen geplant
Trotz der brisanten Enthüllungen hat das US-Justizministerium offenbar nicht vor, weitere Anklagen zu erheben. Eine Entscheidung, die bei vielen Beobachtern Kopfschütteln auslöst. Schützt die Elite sich gegenseitig? Die Frage drängt sich auf, wenn man bedenkt, wie viele mächtige Namen in diesem Sumpf auftauchen – und wie wenige tatsächlich zur Rechenschaft gezogen werden.
Die Epstein-Affäre bleibt ein dunkles Kapitel, das zeigt, wie tief die Verstrickungen zwischen Macht, Geld und moralischem Verfall reichen können. Und sie erinnert uns daran, dass wahre Gerechtigkeit oft dort endet, wo der Einfluss der Mächtigen beginnt.
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