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Kettner Edelmetalle
19.01.2026
08:24 Uhr

Flucht aus dem staatlichen Bildungssystem: Immer mehr Eltern setzen auf Privatschulen

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache – und sie offenbaren ein tiefgreifendes Misstrauen gegenüber dem öffentlichen Bildungswesen in Deutschland. Während staatliche Schulen reihenweise schließen, erlebt die Privatschullandschaft einen bemerkenswerten Aufschwung. Ein Symptom für den schleichenden Verfall unseres einst so gerühmten Bildungssystems?

Die nackten Zahlen: Ein Trend, der sich verfestigt

Im Schuljahr 2024/25 befanden sich rund 3.800 allgemeinbildende Schulen in privater Trägerschaft, wie das Statistische Bundesamt kürzlich mitteilte. Das entspricht mittlerweile jeder achten Schule in Deutschland – stolze zwölf Prozent. Innerhalb eines Jahrzehnts ist die Zahl der Privatschulen um sieben Prozent gestiegen. Gleichzeitig schrumpfte die Zahl der öffentlichen Einrichtungen um knapp vier Prozent auf gut 29.000 Schulen.

Man könnte meinen, dies sei lediglich eine statistische Randnotiz. Doch wer genauer hinschaut, erkennt die tektonischen Verschiebungen im deutschen Bildungswesen. Während der Staat seine Schulen schließt und die verbliebenen Einrichtungen zu immer größeren Bildungsfabriken zusammenlegt, wächst das private Angebot stetig. Rund 807.900 Kinder und Jugendliche besuchten im vergangenen Schuljahr eine Privatschule – von insgesamt 8,9 Millionen Schülern.

Regionale Unterschiede: Der Osten setzt auf Privat

Besonders aufschlussreich sind die regionalen Unterschiede. Ausgerechnet in Mecklenburg-Vorpommern, einem der strukturschwächsten Bundesländer, ist der Anteil der Privatschüler mit 13 Prozent am höchsten. Sachsen folgt mit zwölf Prozent, Bayern mit elf Prozent. Am anderen Ende der Skala finden sich Schleswig-Holstein und Niedersachsen mit jeweils nur sechs Prozent.

Was sagt uns das? Offenbar haben gerade in den neuen Bundesländern viele Eltern das Vertrauen in die staatliche Bildung verloren. Dort, wo der Lehrermangel besonders eklatant ist und die Unterrichtsausfälle zum Alltag gehören, suchen Familien nach Alternativen. Wer es sich leisten kann, flieht aus dem maroden System.

Die Kosten der Bildungsflucht

Denn eines ist klar: Privatschulen kosten Geld. Im Durchschnitt zahlten Eltern im Jahr 2021 rund 2.042 Euro Schulgeld pro Kind. Für sieben Prozent der Familien beliefen sich die Kosten sogar auf mindestens 5.000 Euro jährlich. Die regionalen Unterschiede sind dabei erheblich: In Hessen liegt das durchschnittliche Schulgeld bei stolzen 3.261 Euro, in Sachsen hingegen bei vergleichsweise moderaten 1.270 Euro.

Diese Zahlen offenbaren eine unbequeme Wahrheit: Bildungsgerechtigkeit wird in Deutschland zunehmend zur Frage des Geldbeutels.

Wer besucht Privatschulen – und wer nicht?

Die Struktur der Privatschülerschaft ist aufschlussreich. Gut ein Drittel besucht Gymnasien, 14 Prozent Grundschulen, zwölf Prozent Realschulen. Elf Prozent sind an Freien Waldorfschulen angemeldet. Besonders bemerkenswert ist jedoch ein anderer Befund: Während zehn Prozent der deutschen Schüler eine Privatschule besuchen, sind es bei ausländischen Schülern lediglich vier Prozent.

Dies wirft Fragen auf, die in der öffentlichen Debatte gerne umschifft werden. Entstehen hier parallele Bildungswelten? Ziehen sich deutsche Familien aus dem staatlichen System zurück, während dieses zunehmend mit den Herausforderungen der Integration kämpft? Die Statistik legt diesen Schluss zumindest nahe.

Ein Armutszeugnis für die Bildungspolitik

Der Boom der Privatschulen ist letztlich ein vernichtendes Urteil über Jahrzehnte verfehlter Bildungspolitik. Statt in Lehrer, Gebäude und moderne Ausstattung zu investieren, hat man sich in ideologischen Debatten über Gendersprache und Inklusion um jeden Preis verloren. Das Ergebnis: Wer kann, kauft sich aus dem System frei. Wer nicht kann, bleibt zurück.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar ein 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur angekündigt. Ob davon auch die maroden Schulgebäude profitieren werden, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung lehrt: Bildung stand in Deutschland selten ganz oben auf der Prioritätenliste – trotz aller Sonntagsreden über die Zukunft unserer Kinder.

Eines steht fest: Solange der Staat seine Kernaufgaben vernachlässigt, werden immer mehr Eltern nach Alternativen suchen. Die Privatschulen werden weiter wachsen – und die Kluft zwischen denen, die es sich leisten können, und denen, die es nicht können, wird tiefer.

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