
Freiburger Damenbad kapituliert vor Regelbrechern: Wenn Mädchen ausgesperrt werden, damit der Betrieb funktioniert
Es ist eine dieser Meldungen, die man zweimal lesen muss, um zu begreifen, wie weit es in diesem Land gekommen ist. Im Freiburger Lorettobad, jenem traditionsreichen Damenbad im badischen Südwesten, dürfen seit dem 10. Juli am Wochenende keine Mädchen unter 16 Jahren mehr in den geschützten Frauenbereich. Der Grund? Offiziell heißt es, der Andrang sei zu groß. Doch wer die Vorgeschichte kennt, ahnt schnell, dass hinter dieser sterilen Verwaltungsformulierung eine ganz andere Wahrheit steckt.
Die Wahrheit hinter dem bürokratischen Nebelvorhang
Denn was war dem Einlassstopp vorausgegangen? Beschwerden. Und zwar reichlich. Stammgäste berichteten von größeren Besuchergruppen aus dem benachbarten Elsass, die teils mit Kleinbussen anreisten und sich – so der Eindruck der langjährigen Besucherinnen – häufig eben nicht an die geltenden Regeln hielten. Ein Gründungsmitglied des Vereins „Freunde des Lorettobades“ sah sich sogar veranlasst, einen offenen Brief an den Oberbürgermeister und mehrere Gemeinderatsfraktionen zu richten.
Die Rede war unter anderem von Frauen, die in normaler Kleidung und langen Gewändern ins Wasser gestiegen seien. Zwei langjährige Stammbesucherinnen bestätigten gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass der Aufenthalt an den Wochenenden zuletzt „kaum noch erholsam“ gewesen sei. Ein Ort der Ruhe, der Erholung, der über Jahrzehnte gewachsenen Kultur – verwandelt in ein Ärgernis.
Wer regelmäßig die Regeln bricht, wird nicht sanktioniert – die Mädchen aber schon
Und was macht die Verwaltung? Sie schließt nicht etwa die Regelbrecher aus. Nein, sie sperrt lieber pauschal alle Mädchen unter 16 Jahren aus. Man lasse sich diese Logik auf der Zunge zergehen: Statt jene zur Verantwortung zu ziehen, die für die Missstände sorgen, trifft die Maßnahme ausgerechnet die Einheimischen, die eigenen Kinder, die dieses Bad seit Generationen nutzen.
„Störer statt Mädchen ausschließen“ – so lautet die treffende Forderung der Freien Wähler in Freiburg, die verlangen, konkrete Regelbrecher zur Rechenschaft zu ziehen, anstatt kollektiv sämtliche Mädchen unter 16 Jahren zu bestrafen.
Recht haben sie. Denn genau hier offenbart sich das ganze Elend einer Politik, die lieber die eigene Bevölkerung gängelt, als unbequeme Konflikte klar zu benennen und zu lösen. Der parteilose Oberbürgermeister Martin Horn, seinerzeit von der SPD in sein Amt gehievt, nannte die Entscheidung immerhin „problematisch“. Doch bemerkenswert ist, was er nicht sagt: über die eigentlichen Verursacher der Situation kein kritisches Wort.
Ein Symptom, kein Einzelfall
Wer glaubt, es handele sich um einen bedauerlichen Ausrutscher, der irrt gewaltig. Bereits zuvor hatten mehrere Freibäder in Baden-Württemberg ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärfen müssen, nachdem es zu einer Serie von Polizeieinsätzen gekommen war – wiederkehrende Vorfälle, die grenznahe Städte in Bedrängnis bringen. Was hier geschieht, ist ein Muster, das sich durch das ganze Land zieht: Öffentliche Räume, einst Orte der Begegnung und Erholung, werden Stück für Stück ihres ursprünglichen Charakters beraubt.
Man mag es als Provinzposse abtun. Doch das Lorettobad ist ein Sinnbild. Ein kleines, badisches Sinnbild dafür, wie eine Verwaltung, die aus Bequemlichkeit und falsch verstandener Toleranz nicht mehr in der Lage ist, klare Regeln durchzusetzen, am Ende die Falschen bestraft. Die eigenen Bürger. Die eigenen Kinder. Diese Kritik ist längst nicht mehr nur die Meinung unserer Redaktion – sie wird von einem erheblichen Teil der deutschen Bevölkerung geteilt, der spürt, dass hier grundlegend etwas aus dem Ruder läuft.
Was bleibt, wenn das Vertrauen schwindet
Wenn Institutionen versagen, wenn öffentliche Ordnung zur Verhandlungsmasse wird und wenn der Staat nicht einmal mehr in der Lage ist, ein Damenbad in seinem ursprünglichen Sinn zu erhalten, dann verlieren die Menschen zwangsläufig das Vertrauen. Nicht nur in die Kommunalpolitik, sondern in die Handlungsfähigkeit des Gemeinwesens insgesamt. Und genau dieses schwindende Vertrauen ist es, das viele Bürger dazu bewegt, ihre Sicherheit selbst in die Hand zu nehmen – sei es im Alltag oder bei der Absicherung ihres Vermögens.
Denn wo staatliche Strukturen bröckeln, wo auf Papierwerten kein Verlass mehr ist und wo politische Versprechen sich als heiße Luft entpuppen, da besinnen sich kluge Menschen auf Beständiges. Physisches Gold und Silber sind seit Jahrtausenden Sinnbild echter Stabilität – unabhängig von politischen Moden, von Verwaltungsversagen und von der Beliebigkeit staatlicher Entscheidungen. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten Edelmetalle das, was viele öffentliche Institutionen in Deutschland längst verloren haben: Verlässlichkeit.
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