
Goldpreis durchbricht historische Marke: Fed-Entscheidung treibt Edelmetall auf Rekordhoch
Was für ein Paukenschlag an den internationalen Finanzmärkten! Der Goldpreis hat am Donnerstag eine historische Schwelle überschritten und notierte erstmals über der magischen Marke von 5.500 US-Dollar je Feinunze. Ein Anstieg von mehr als drei Prozent binnen kürzester Zeit – und das, während die großen Aktienindizes weltweit ins Straucheln geraten.
Die Fed hält still – und Gold explodiert
Der Auslöser für diesen bemerkenswerten Höhenflug des Edelmetalls liegt einmal mehr in Washington. Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins unverändert in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent belassen. Fed-Chef Jerome Powell erklärte während seiner Pressekonferenz, dass er und viele seiner Kollegen die aktuelle Geldpolitik angesichts der eingehenden Wirtschaftsdaten nicht als „signifikant restriktiv" betrachten würden.
Diese Aussage mag auf den ersten Blick harmlos klingen, doch für aufmerksame Anleger ist sie ein deutliches Signal: Die Zeiten billiger Kredite und lockerer Geldpolitik sind noch lange nicht vorbei. Und genau in solchen Phasen der Unsicherheit flüchten kluge Investoren traditionell in den sicheren Hafen Gold.
Asiens Börsen im Sog der Verunsicherung
Während das gelbe Edelmetall von Rekord zu Rekord eilt, präsentieren sich die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte deutlich verhaltener. Der australische S&P/ASX 200 verlor 0,69 Prozent, Japans Nikkei 225 drehte nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und schloss 0,14 Prozent schwächer. Auch der Topix gab 0,33 Prozent nach.
Besonders dramatisch entwickelte sich die Lage in Indonesien. Der Jakarta Composite Index stürzte am Mittwoch um mehr als acht Prozent ab, nachdem der Indexanbieter MSCI eine mögliche Herabstufung des Landes zum Frontier-Market-Status angekündigt hatte. Am Donnerstag musste der Handel sogar ausgesetzt werden – ein Alarmsignal, das die Fragilität der Schwellenländermärkte eindrucksvoll unterstreicht.
Goldman Sachs reagiert mit Abstufung
Die Investmentbank Goldman Sachs zog umgehend Konsequenzen und stufte Indonesien auf „Untergewichten" herab. Die Analysten warnen vor weiteren passiven Verkäufen und sehen diese Entwicklung als erhebliche Belastung für die künftige Marktperformance des südostasiatischen Landes.
Wall Street erreicht Meilenstein – und zögert
An der Wall Street erlebten Anleger einen denkwürdigen Handelstag. Der S&P 500 durchbrach erstmals die Marke von 7.000 Punkten und erreichte ein neues Allzeithoch bei 7.002,28 Punkten. Doch die Euphorie währte nur kurz – zum Handelsschluss notierte der Index mit einem minimalen Minus von 0,01 Prozent bei 6.978,03 Punkten.
Der Dow Jones Industrial Average schloss nahezu unverändert bei 49.015,60 Punkten, während der technologielastige Nasdaq Composite mit einem Plus von 0,17 Prozent bei 23.857,45 Punkten als relativer Gewinner aus dem Handel ging.
Gold als Fels in der Brandung
Die aktuelle Marktlage verdeutlicht einmal mehr, warum physische Edelmetalle in keinem ausgewogenen Anlageportfolio fehlen sollten. Während Aktienmärkte schwanken, Währungen unter Druck geraten und geopolitische Risiken zunehmen, erweist sich Gold als verlässlicher Wertspeicher. Die Rekordjagd des Goldpreises ist kein Zufall, sondern das logische Ergebnis einer Welt, in der Papiergeld durch exzessive Geldpolitik systematisch entwertet wird.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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