
Kinderarbeit im Kinderzimmer: CDU will dem Influencer-Wahnsinn endlich Grenzen setzen
Während Millionen Kinder in Deutschland arglos durch soziale Netzwerke scrollen, werden andere von ihren eigenen Eltern vor die Kamera gezerrt und zu digitalen Werbeträgern degradiert. Die CDU hat nun einen längst überfälligen Vorstoß gewagt, um diesem fragwürdigen Treiben einen Riegel vorzuschieben. Ein Antragsentwurf der Frauen Union für den kommenden Bundesparteitag im Februar fordert strenge Auflagen für sogenannte Kinder-Influencer.
Wenn das Kinderzimmer zur Produktionsstätte wird
Die Realität in deutschen Haushalten ist erschreckender, als mancher wahrhaben möchte. Eltern inszenieren ihre Sprösslinge für Klicks und Werbeeinnahmen, filmen intime Familienmomente und verkaufen die Privatsphäre ihrer Kinder an den Meistbietenden. Was als harmloser "Family-Content" daherkommt, ist in Wahrheit nichts anderes als Kinderarbeit – nur eben ohne die Schutzbestimmungen, die für Kinderschauspieler selbstverständlich gelten.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, zugleich Vorsitzende der Frauen Union, bringt es auf den Punkt:
"Kinderrechte enden nicht in den sozialen Medien. Auch im Netz muss gelten: Kindeswohl statt Kommerz."Eine Aussage, die man nur unterstreichen kann. Denn während der Gesetzgeber bei Theateraufführungen und Rundfunkproduktionen penibel auf den Schutz minderjähriger Darsteller achtet, herrscht im digitalen Raum weitgehend Wildwest.
Der Antrag im Detail: Endlich klare Regeln
Der Antragsentwurf sieht vor, dass Kinder unter 15 Jahren, die von ihren Eltern oder Dritten zu kommerziellen Zwecken im Internet präsentiert werden, künftig nur noch mit vorheriger Genehmigung und unter strengen Auflagen tätig werden dürfen. Die Produktion von Social-Media-Inhalten zu Werbezwecken soll im Jugendarbeitsschutzgesetz explizit als Arbeit definiert werden.
Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet die konservativen Kräfte in der Union dieses Thema aufgreifen. Während progressive Kreise gerne von Kinderrechten schwadronieren, sind es traditionell orientierte Politiker, die den Schutz der Familie und insbesondere der Schwächsten – der Kinder – tatsächlich ernst nehmen. Die Warnung der Ministerin, dass Kinder manchmal sogar vor ihren eigenen Eltern geschützt werden müssten, mag hart klingen, trifft aber den Kern des Problems.
Ein gesellschaftliches Phänomen mit fatalen Folgen
Die Kommerzialisierung der Kindheit durch soziale Medien ist ein Symptom einer Gesellschaft, die zunehmend ihre Werte verliert. Wenn Eltern ihre Kinder als Einnahmequelle betrachten und deren intimste Momente der Öffentlichkeit preisgeben, dann stimmt etwas grundlegend nicht. Die psychologischen Langzeitfolgen für die betroffenen Kinder sind kaum absehbar – von Identitätsproblemen bis hin zu späteren Traumata.
Es bleibt zu hoffen, dass der CDU-Parteitag diesen Antrag annimmt und die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz endlich handelt. Deutschland braucht klare Regeln, die Kinder vor der Gier ihrer Eltern und der Algorithmen schützen. Traditionelle Werte wie der Schutz der Familie und der Kindheit dürfen nicht dem digitalen Zeitgeist geopfert werden.

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