Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
20.01.2026
13:14 Uhr

Mittelstand am Abgrund: Fachkräftemangel würgt das Rückgrat der deutschen Wirtschaft ab

Während die Bundesregierung sich in ideologischen Grabenkämpfen verliert und mit milliardenschweren Sondervermögen um sich wirft, kämpft das eigentliche Fundament der deutschen Wirtschaft ums nackte Überleben. Eine aktuelle Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung offenbart ein erschreckendes Bild: Der Fachkräftemangel trifft kleine und mittlere Unternehmen mit voller Wucht – und die Politik schaut tatenlos zu.

Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache

Die Dimension des Problems ist gewaltig. Kleine und mittlere Unternehmen, die stolze 99 Prozent aller deutschen Betriebe ausmachen und nahezu zwei Drittel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten unter Vertrag haben, müssen 72 Prozent aller offenen Stellen schultern. Das ist keine Delle, das ist ein struktureller Bruch. Konkret fehlen dem deutschen Mittelstand sage und schreibe 281.532 Fachkräfte – davon allein 177.347 in Kleinunternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern.

Zum Vergleich: Die Großkonzerne, die sich mit üppigen Gehältern und schillernden Employer-Branding-Kampagnen schmücken können, beklagen lediglich 111.240 unbesetzte Stellen. Der kleine Handwerksbetrieb um die Ecke, der Bäcker, der Elektriker, die Altenpflegeeinrichtung – sie alle ziehen den Kürzeren im Wettbewerb um die wenigen verfügbaren Arbeitskräfte.

Versorgungsberufe am härtesten getroffen

Besonders dramatisch gestaltet sich die Lage in jenen Berufsfeldern, die für das tägliche Funktionieren unserer Gesellschaft unverzichtbar sind. In der Bauelektrik, der Altenpflege, bei zahnmedizinischen Fachangestellten sowie in der Physiotherapie entfallen zwischen 80 und 90 Prozent der gesamten Fachkräftelücke auf kleine und mittlere Betriebe. Wer sich also wundert, warum der Handwerkertermin Monate auf sich warten lässt oder die Pflegeeinrichtung keine neuen Bewohner mehr aufnehmen kann, findet hier die Antwort.

Auch bei leitenden Experten im Bauwesen und in der Architektur sieht es nicht besser aus. Die Konsequenzen sind absehbar: Bauprojekte verzögern sich, Sanierungen bleiben liegen, und die von der Politik so vollmundig versprochene Wohnungsbauoffensive verkommt zur Farce.

Der demografische Kipppunkt ist erreicht

Als wäre die aktuelle Situation nicht schon bedrückend genug, warnen Experten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vor einer weiteren Verschärfung. Denn ausgerechnet in diesem Jahr wird der sogenannte Kipppunkt erreicht – jener Moment, ab dem die Zahl der potenziellen Erwerbstätigen unwiderruflich zurückgeht. Die geburtenstarken Jahrgänge verabschieden sich in den Ruhestand, während die nachrückenden Generationen die Lücken nicht annähernd füllen können.

Jahrzehntelang hat die deutsche Politik diese demografische Zeitbombe ignoriert. Statt rechtzeitig gegenzusteuern, hat man sich lieber mit Gender-Sternchen und Klimakleber-Debatten beschäftigt. Das Ergebnis dieser Versäumnisse bekommen nun ausgerechnet jene zu spüren, die das Land am Laufen halten.

Strukturelle Verschiebungen verschärfen den Wettbewerb

Die Studie enthüllt einen weiteren beunruhigenden Trend: Seit 2019 ist die Zahl der Großunternehmen um 5,8 Prozent gestiegen, während es 2,4 Prozent weniger Kleinunternehmen gibt. Die Konzentration wirtschaftlicher Macht schreitet voran, und der Mittelstand – einst gerühmtes Rückgrat der deutschen Wirtschaft – schrumpft zusehends.

Erschwerend kommt hinzu, dass Großunternehmen ihre Beschäftigung vorwiegend bei hochqualifizierten Experten ausbauen, während kleine und mittlere Betriebe überwiegend auf Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung angewiesen sind. Der Wettbewerb um Talente wird damit zu einem ungleichen Kampf, bei dem die Kleinen systematisch benachteiligt werden.

Ausbildungsmisere verschärft das Problem

Die Zahlen zur Ausbildungssituation lesen sich wie ein Offenbarungseid. Im Jahr 2025 haben Industrie und Handel fünf Prozent weniger Lehrlinge eingestellt als im Vorjahr. Während allerorten über Fachkräftemangel geklagt wird, versäumt es die Wirtschaft, den eigenen Nachwuchs heranzuziehen. Ein Widerspruch, der seinesgleichen sucht.

Die Studienautoren empfehlen den kleinen und mittleren Unternehmen, selbst mehr auszubilden und dabei auch Jugendliche mit Lernschwierigkeiten stärker in den Blick zu nehmen. Ein vernünftiger Ansatz, der jedoch die Frage aufwirft, warum die Politik nicht längst entsprechende Anreize geschaffen hat. Stattdessen werden Milliarden in fragwürdige Projekte gepumpt, während das duale Ausbildungssystem – einst Vorbild für die ganze Welt – vor sich hin siecht.

Geringqualifizierte als ungehobener Schatz

Einen Hoffnungsschimmer bietet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mit seinem Hinweis auf das Potenzial der Geringqualifizierten. Diese Gruppe stellt immerhin knapp elf Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Bemerkenswert dabei: 44 Prozent von ihnen arbeiten bereits jetzt – ohne die sonst üblichen Abschlüsse – auf höherem Niveau als ihre formale Qualifikation vermuten ließe.

Hier liegt ein enormes Potenzial brach, das durch gezielte Weiterbildung und Qualifizierung gehoben werden könnte. Doch auch hier fehlt es an politischem Willen und konkreten Maßnahmen. Die Bürokratie erstickt jeden Ansatz im Keim, und die Unternehmen bleiben mit dem Problem allein.

Was der Mittelstand selbst tun kann

Die Studienautorin Franziska Arndt gibt den gebeutelten Betrieben einen bemerkenswerten Rat mit auf den Weg:

„Um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten, können KMU ihre Betriebsgröße als Vorteil einsetzen. Kurze Wege erlauben schnelle Entscheidungen, persönliche Nähe schafft Vertrauen und langfristige Bindung."

In der Tat können kleine Unternehmen mit flexiblen Arbeitsbedingungen, individuellen Lösungen für die Familienphase und einer persönlichen Arbeitsatmosphäre punkten. Auch die Weiterbildung der Beschäftigten spielt eine zentrale Rolle – nicht nur für die viel beschworene Transformation, sondern auch für die Mitarbeiterbindung. Interessanterweise investieren KMU schon heute mehr Zeit und Geld in Weiterbildungen als große Unternehmen.

Ein Weckruf, der verhallen wird?

Die vorliegende Studie ist ein Alarmsignal, das in Berlin eigentlich alle Alarmglocken schrillen lassen müsste. Doch die Erfahrung lehrt, dass solche Warnungen regelmäßig in den Schubladen der Ministerien verschwinden. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat sich zwar große Ziele auf die Fahnen geschrieben, doch ob der Mittelstand dabei die Aufmerksamkeit erhält, die er verdient, bleibt abzuwarten.

Eines steht fest: Ohne einen funktionierenden Mittelstand wird Deutschland seinen Wohlstand nicht halten können. Die kleinen und mittleren Unternehmen sind es, die Innovationen vorantreiben, Arbeitsplätze schaffen und die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen. Sie im Stich zu lassen, wäre ein fataler Fehler – mit Konsequenzen, die weit über die Wirtschaft hinausreichen.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und politischer Verwerfungen erweist sich einmal mehr, dass traditionelle Werte wie solides Handwerk, verlässliche Ausbildung und unternehmerische Eigenverantwortung das Fundament einer prosperierenden Gesellschaft bilden. Es wäre an der Zeit, sich darauf zu besinnen – bevor es zu spät ist.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen