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Kettner Edelmetalle
18.09.2026
10:56 Uhr

Nach Impfopfer-Anhörung: Kanadas Presse spricht plötzlich Klartext

Vier Tage lang haben in Ottawa Betroffene über mutmaßliche Impfschäden ausgesagt – auf dem Parlamentshügel, unter Eid, live im Internet. Jetzt schlägt die Debatte in Kanada in Bereiche durch, die jahrelang als Tabu galten: Ein Kommentar in der Zeitung Toronto Sun spricht vom größten gesundheitspolitischen Fehler der kanadischen Geschichte – „im besten Fall“.

50 Zeugen, 1.400 Bewerbungen – und kein Vertreter der Behörden

Die sogenannte Allison-Anhörung fand nach übereinstimmenden Berichten vom 8. bis 11. September 2026 in Ottawa statt. Initiator war der konservative Abgeordnete Dean Allison aus dem Wahlkreis Niagara West.

Aus mehr als 1.400 Bewerbungen wurden rund 50 Zeugen ausgewählt. Wichtig für die Einordnung: Die Anhörung war kein offizielles Untersuchungsverfahren. Sie war von der Bundesregierung nicht sanktioniert, Vertreter der Gesundheitsbehörde Health Canada sagten nicht aus, und laut den eigenen Statuten sollte sie ausdrücklich keine Tatsachenfeststellungen treffen.

Allison selbst formulierte sein Ziel schlicht: Mitgefühl dürfe niemals umstritten sein, sagte er zum Abschluss. Es gehe darum, ein Gespräch zu beginnen, das längst überfällig sei.

Ein Kommentar, der die Grenzen des Sagbaren verschiebt

Bemerkenswert ist weniger die Anhörung selbst als die Reaktion darin etablierter Medien. In einem Meinungsbeitrag für die Toronto Sun schreibt der Autor Irvin Studin – 2025 für seine Arbeit zur Bildungskrise während der Pandemie für den Friedensnobelpreis nominiert – von einem Desaster.

Wir haben den größten gesundheitspolitischen Fehler der kanadischen Geschichte erlebt – im besten Fall – oder ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit im schlimmsten Fall.

Studin fordert nach eigenen Angaben Rücktritte, strafrechtliche Ermittlungen und eine offizielle öffentliche Untersuchung durch den Premierminister. Zudem müssten die mRNA-Impfungen sofort gestoppt werden, und jede Institution, die sie noch immer zur Bedingung für Zutritt oder Mitgliedschaft mache, müsse damit aufhören. Er verweist auf den Bluterskandal der 1980er-Jahre, der in Kanada zur Krever-Kommission, zu Ermittlungen und Klagen führte – und beinahe eine Regierung stürzte.

Zahlen, die in Europa kaum jemand kennt

Kanada betreibt – anders als Deutschland – ein eigenes staatliches Entschädigungsprogramm für Impfschäden. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde gingen dort zwischen Juni 2021 und November 2025 insgesamt 3.557 Anträge ein, ausgezahlt wurden über 21 Millionen kanadische Dollar.

Von 1.433 durch das medizinische Prüfgremium bewerteten Fällen seien 252 anerkannt worden. Kritiker bemängeln seit Jahren, das Programm arbeite schleppend und verschlinge einen Großteil des Budgets für Verwaltung.

Warum das auch Deutschland etwas angeht

Aus Sicht unserer Redaktion ist der eigentliche Skandal nicht die Existenz von Nebenwirkungen – die gibt es bei jedem Medikament –, sondern der jahrelange Reflex von Politik und Teilen der Medien, Betroffene abzuwimmeln. Wer Fragen stellte, galt schnell als Spinner.

Auch hierzulande warten Menschen mit anerkannten Impfschäden auf Antworten, während eine ernsthafte parlamentarische Aufarbeitung der Corona-Jahre nur zäh vorankommt. Vertrauen entsteht nicht durch Schweigen. Es entsteht durch schonungslose Offenheit – selbst dann, wenn sie unbequem ist.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er ersetzt keine medizinische, rechtliche oder anlagebezogene Beratung. Aussagen über Ursachen und Zusammenhänge von Gesundheitsschäden sind wissenschaftlich und juristisch umstritten und teils Gegenstand laufender Prüfungen.

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