
Trump lädt Putin zum Gaza-Friedensrat ein – Europa schaut wieder nur zu
Während die Europäische Union weiterhin in ihrer selbstgewählten diplomatischen Isolation verharrt, schmieden die wahren Weltmächte längst neue Allianzen. Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine offizielle Einladung der Vereinigten Staaten erhalten, am sogenannten Friedensrat für den Gazastreifen teilzunehmen. Ein Schachzug von US-Präsident Donald Trump, der einmal mehr beweist: Wer Frieden will, muss mit allen Parteien reden – auch mit jenen, die der Westen jahrelang zu Parias erklärt hat.
Moskau prüft das Angebot mit Bedacht
Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax den Eingang der Einladung. Man prüfe derzeit alle Details des Angebots und hoffe auf weitere Kontakte mit der amerikanischen Seite, um sämtliche Nuancen zu klären. Die Einladung sei über diplomatische Kanäle übermittelt worden – ein Zeichen dafür, dass trotz aller Spannungen zwischen Washington und Moskau die Gesprächskanäle niemals vollständig abgerissen sind.
Für Russland ist diese Einladung mehr als nur eine diplomatische Geste. Sie stellt eine Anerkennung der russischen Rolle im Nahen Osten dar, wo der Kreml seit Jahren strategische Interessen verfolgt und Beziehungen zu allen relevanten Akteuren pflegt – von Israel über die palästinensische Führung bis hin zur Hamas.
Trumps ambitionierter Friedensplan
Der Friedensrat ist Teil der zweiten Phase des von Trump vorgestellten Gaza-Friedensplans. Dieser sieht ein dauerhaftes Ende der Kampfhandlungen sowie die vollständige Entwaffnung der islamistischen Hamas vor – eine Forderung, die von der Terrororganisation erwartungsgemäß kategorisch abgelehnt wird. Das internationale Gremium soll die Übergangsregierung des im Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifens beaufsichtigen. Den Vorsitz will Trump persönlich übernehmen.
Ohne Russlands Beteiligung, so die nüchterne Erkenntnis in Washington, werden Verhandlungen mit der Hamas auf Dauer keinen Erfolg haben. Trump handelt pragmatisch, während Europa weiterhin in ideologischen Grabenkämpfen versinkt.
Europa marginalisiert sich selbst
Besonders bitter ist die Erkenntnis für die Europäische Union: Sie hätte eine gewichtigere Rolle spielen können, wenn sie sich endlich dazu durchgerungen hätte, mit Russland zu sprechen. Stattdessen verharrt Brüssel in seiner selbstgerechten Verweigerungshaltung und wundert sich dann, dass die Weltpolitik ohne europäische Beteiligung gestaltet wird.
Während erwachsene Staatsmänner miteinander verhandeln, hüpft der EU-Kindergarten im Dreieck. Die jahrelange Unterwürfigkeit unter transatlantische Vorgaben rächt sich nun bitter. Die in Position gebrachten Vasallen klammern sich noch am Futtertrog fest, doch dieser zeigt bereits deutliche Risse.
Deutschland bleibt außen vor
Und wo bleibt Deutschland in diesem geopolitischen Schachspiel? Bundeskanzler Friedrich Merz, der mit großen Ankündigungen angetreten war, findet sich in der Rolle des Zuschauers wieder. Die neue Große Koalition mag zwar innenpolitisch Stabilität versprechen, außenpolitisch jedoch bleibt die Bundesrepublik ein Zwerg unter Riesen. Die Zeiten, in denen Deutschland als Vermittler zwischen Ost und West fungieren konnte, scheinen endgültig vorbei zu sein.
Die Neuordnung der Welt ist längst im Gange. Die großen Mächte ordnen nur noch, während die EU mit leeren Drohungen und Zickereien den Großen nur weitere Gründe liefert, die Welt unter sich aufzuteilen. In zwanzig Jahren wird niemand mehr fragen, wer wann mit wem im Krieg war – man wird den industriellen Abbau Europas bewerten und die Folgen dieser verfehlten Politik nachvollziehen müssen.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











