
Trumps Druckpolitik zeigt Wirkung: Mexiko dreht Kuba den Ölhahn zu
Die geopolitischen Machtspiele in Lateinamerika nehmen eine dramatische Wendung. Mexiko hat offenbar seine Öllieferungen an das kommunistische Kuba eingestellt – und das nicht etwa aus eigenem Antrieb, sondern unter dem massiven Druck der US-Regierung unter Präsident Donald Trump. Was sich hier abspielt, ist nichts Geringeres als eine systematische Isolierung des Castro-Regimes, die dessen wirtschaftliches Überleben ernsthaft gefährdet.
Sheinbaums diplomatisches Eiertanzen
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigte am Dienstag indirekt entsprechende Medienberichte, ohne jedoch konkret Stellung zu beziehen. Auf die direkte Frage nach den zurückgehaltenen Öllieferungen wich sie geschickt aus und erklärte lediglich: „Es ist eine souveräne Entscheidung, und sie wird in dem Moment getroffen, in dem es notwendig ist." Eine bemerkenswert nebulöse Formulierung für eine Entscheidung von derart weitreichender Tragweite.
Ob die Exporte jemals wieder aufgenommen werden, ließ Sheinbaum bewusst offen. Stattdessen betonte sie, die Entscheidungen des staatlichen Ölkonzerns Pemex stützten sich auf Verträge oder seien humanitärer Natur. Man darf sich fragen, wie humanitär eine Entscheidung sein kann, die ein ganzes Volk von seiner wichtigsten Energiequelle abschneidet.
Trumps Strategie der wirtschaftlichen Strangulation
In Washington zeigte sich Trump derweil siegesgewiss. „Kuba wird bald fallen", verkündete der US-Präsident und verwies triumphierend darauf, dass bereits die Lieferungen aus Venezuela eingestellt worden seien. Nach der spektakulären Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch US-Spezialkräfte am 3. Januar hatte Trump angekündigt, den Öl- und Geldfluss von Venezuela nach Kuba zu unterbinden. Diese Ankündigung wurde offensichtlich in die Tat umgesetzt.
Venezuela, einst der wichtigste Energieversorger der Karibikinsel, hat Schifffahrtsdaten zufolge seit etwa einem Monat kein Öl mehr geliefert. Damit fällt für Kuba eine lebenswichtige Versorgungslinie weg, die das marode Regime jahrzehntelang am Leben gehalten hat.
Mexikos Schlüsselrolle im Energiepoker
Die Bedeutung Mexikos für Kubas Energieversorgung kann kaum überschätzt werden. Der staatliche Ölkonzern Pemex exportierte in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 rund 19.200 Barrel Rohöl und Ölprodukte pro Tag nach Kuba. Das entspricht etwa 159 Liter pro Barrel – eine Menge, die für das energiehungrige Kuba schlichtweg unverzichtbar ist.
Bereits vergangene Woche hatte die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet, dass die mexikanische Regierung einen Stopp der Öllieferungen prüfe. Der Hintergrund war eindeutig: Mexiko fürchtete, wegen seiner Unterstützung Kubas ins Visier der USA zu geraten. Diese Befürchtungen haben sich offenbar als berechtigt erwiesen – und Mexiko hat die Konsequenzen gezogen.
Ein Lehrstück amerikanischer Machtpolitik
Was wir hier beobachten, ist ein klassisches Beispiel amerikanischer Außenpolitik unter Trump: Druck, Drohungen und wirtschaftliche Hebel werden eingesetzt, um politische Ziele zu erreichen. Während europäische Politiker noch über Sanktionen debattieren und diplomatische Noten austauschen, schafft Washington Fakten. Man mag von Trumps Methoden halten, was man will – ihre Wirksamkeit lässt sich kaum bestreiten.
Für das kubanische Volk bedeutet diese Entwicklung allerdings weitere Entbehrungen. Die ohnehin katastrophale Versorgungslage auf der Insel dürfte sich dramatisch verschlechtern. Stromausfälle, Treibstoffmangel und wirtschaftlicher Kollaps sind die absehbaren Folgen einer Politik, die das kommunistische Regime in die Knie zwingen soll – und dabei unweigerlich auch die einfache Bevölkerung trifft.

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