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Kettner Edelmetalle
01.02.2026
09:01 Uhr

Trumps Iran-Dilemma: Zwischen Kriegsrhetorik und wirtschaftlicher Realität

Die geopolitische Lage im Nahen Osten spitzt sich dramatisch zu, während US-Präsident Donald Trump offenbar nach einer Schwachstelle in der standhaften Haltung des Iran sucht. Was sich hinter den Kulissen abspielt, offenbart ein erschreckendes Bild amerikanischer Außenpolitik, die zwischen martialischen Drohgebärden und wirtschaftlichen Zwängen hin- und hergerissen scheint.

Israelische Sicherheitskreise beobachten mit Argwohn

Die israelische Politik- und Sicherheitselite verfolgt die Entwicklungen zwischen Washington und Teheran mit größter Aufmerksamkeit. Wie die israelische Zeitung Ma'ariv berichtet, herrsche jedoch keinerlei Konsens darüber, in welche Richtung Trump tatsächlich steuere. Die Entscheidung der USA sei nach Einschätzung israelischer Sicherheitsbehörden noch keineswegs endgültig gefallen – entgegen der öffentlichen Wahrnehmung.

Trump lasse die militärische Option zwar definitiv offen, zögere jedoch weiterhin angesichts der Kosten, Risiken und Erfolgsaussichten. Der amerikanische Präsident treffe Entscheidungen auf unvorhersehbare Weise, sein Denkprozess werde von innenpolitischen Überlegungen, Imageüberlegungen und einer Kosten-Nutzen-Bilanz beeinflusst, die er zu jedem gegebenen Zeitpunkt ermittle.

Die Sehnsucht nach dem schnellen Sieg

Trumps bekannte Vorliebe für schnelle Siege und eine erzählbare Geschichte prägt offenbar auch seine Iran-Strategie. Das Szenario, das israelische Sicherheitskreise vermuten, würde weder das Regime stürzen noch das Atomproblem lösen – aber eine politische Erzählung schaffen. Trumps Ultimatum sei nicht unbedingt starr formuliert: Die Drohung hänge mit der Frage der Tötungen zusammen und sei daher fungibel.

Dies deutet auf einen möglichen Ausweg für Trump hin, sich von seinen maximalistischen Aussagen zu lösen. „Ich habe gedroht; die Tötungen und Unterdrückung haben aufgehört. Die Krise ist vorbei" – so könnte Trump argumentieren, ohne tatsächlich einen Krieg führen zu müssen.

Teherans unnachgiebige Position

Die iranische Seite betont hingegen wiederholt, dass ein „symbolischer Austausch" nicht zum Ende des Konflikts führen würde. Vielmehr würde dies zur Fortsetzung des Schattenkrieges, zu erhöhter Unsicherheit und zu wirtschaftlichen wie politischen Kosten für den Iran führen. Die entschiedene Ablehnung der Verhandlungstaktik durch Teheran habe Washington verärgert und dazu veranlasst, eine Reihe offen militärischer Optionen auf den Tisch zu legen.

Die Märkte als Achillesferse

Was Trump jedoch wirklich zu schaffen macht, sind die fragilen Finanzmärkte. Diese Woche kam es zu einem rätselhaften Einbruch an den US-Börsen – niemand wusste genau warum. Der Kupferpreis stürzte ab, Microsoft verzeichnete Verluste, Zwangsverkäufe setzten ein. Ein Meer von roten Zahlen bei Risikoanlagen ohne erkennbaren Auslöser.

Bereits während des Weltwirtschaftsforums in Davos kam es zu einer Markterschütterung, als Trump Ländern, die sich seiner Übernahme Grönlands widersetzten, mit Zöllen drohte. Trump ruderte zurück, der Markt erholte sich. Die Botschaft ist eindeutig: Die Märkte sind fragil – trotz Trumps optimistischer Wirtschaftsprognosen.

Das Eigentor der Zollpolitik

Ein vernichtender Bericht des Kieler Instituts legt offen, was viele Beobachter längst vermuteten: Trumps Zollpolitik funktioniert nicht nur nicht, sie ist zum Eigentor geworden. Finanzminister Bessent behauptete selbstbewusst, China müsse die Zölle „schlucken" und wäre gezwungen, die Preise zu senken. Das Gegenteil ist eingetreten.

China hat die Preise nicht gesenkt. Stattdessen stellte das Reich der Mitte Exportrekorde auf, indem es mehr an den Rest der Welt verkaufte und damit den Rückgang des Exportvolumens in die USA mehr als ausglich. Wer bezahlt dann die Zölle? Die Amerikaner selbst – zu 98 Prozent, wie das Kieler Institut feststellt.

Die Amerikaner sind nicht nur mit einem 15-20-prozentigen Zoll konfrontiert, der die Preise erhöht, sondern zusätzlich mit einem erneuten Wertverlust des Dollars, der in nur 18 Monaten um fast 15 Prozent gefallen ist.

Die Flucht in sichere Häfen

Die anhaltende Abwertung des Dollars wird durch den steigenden Preis von Gold und Silber bestätigt. Anleger suchen verstärkt nach sicheren Häfen, während die Unsicherheit an den Märkten zunimmt. In Zeiten geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Turbulenzen erweisen sich Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Wertspeicher.

Militärische Optionen auf dem Tisch

Laut New York Times wurden Trump kürzlich umfassendere und aggressivere militärische Optionen gegen den Iran vorgelegt. Diese zielen darauf ab, dessen Atom- und Raketenprogramme weiter zu schädigen oder den Obersten Führer zu schwächen. Die Optionen gehen über die vor zwei Wochen in Betracht gezogenen hinaus und schließen sogar die Möglichkeit von US-Kommandoraids im Iran ein.

Der Chef des CENTCOM skizzierte gegenüber israelischen Amtskollegen, was Trump wolle: eine saubere, schnelle und kostenfreie Operation, die keine erheblichen Ressourcen erfordere, ohne Verstrickungen und ohne weitreichende Komplikationen innerhalb des Iran. Ob eine solche Operation überhaupt möglich ist, bleibt mehr als fraglich.

Irans Drohung mit der Straße von Hormus

Die iranische Marine hat für diesen Sonntag und Montag Live-Feuer-Übungen in der Straße von Hormus angekündigt, um die iranische Drohung zu unterstreichen, die Meerenge langfristig zu schließen. Die Golfstaaten befinden sich in Panik, da der Iran nur Schiffen arabischer Staaten, die sich nicht an militärischen Operationen gegen den Iran beteiligt haben, die Durchfahrt gestatten würde.

Das Risiko für die USA ist erheblich: US-Unternehmen könnten mit steigenden Energiekosten konfrontiert werden – zusätzlich zu den sinkenden Margen aufgrund der von Trump verhängten Zölle. Und das, obwohl die Amerikaner bereits mit einer möglichen Rezession konfrontiert sind.

Ein schlechtes Bild für den Präsidenten

Trumps Ablehnungsrate befindet sich bereits auf einem Niveau, das darauf hindeutet, dass vor den Zwischenwahlen noch ein langer Weg zu gehen ist. Eine Krise an den Anleihe- oder Aktienmärkten – in Verbindung mit einem fallenden Dollar und steigender Inflation – wird sich bei den US-Zwischenwahlen nicht positiv auswirken. Ein neuer Krieg im Nahen Osten dürfte diese Ablehnung kaum mindern.

Aber wer weiß? Trump ist nie vorhersehbar. Eines steht jedoch fest: Die Welt beobachtet mit angehaltenem Atem, wie sich dieses gefährliche Pokerspiel entwickelt.

Angesichts der aktuellen geopolitischen Unsicherheiten und der Fragilität der Finanzmärkte empfiehlt es sich, einen Teil des Vermögens in physische Edelmetalle wie Gold und Silber zu investieren. Diese haben sich historisch als zuverlässiger Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt und können zur Diversifikation eines ausgewogenen Anlageportfolios beitragen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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