
Trumps Zollkeule trifft deutsche Wirtschaft mit voller Wucht – Exporte in die USA stürzen ab
Die Quittung für Amerikas protektionistische Handelspolitik liegt nun schwarz auf weiß vor: Die deutschen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten sind im vergangenen Jahr regelrecht eingebrochen. Ein Minus von über neun Prozent – das ist keine Delle, das ist ein Krater in der deutschen Exportbilanz. Was sich bereits seit Monaten abzeichnete, hat das Statistische Bundesamt nun mit nüchternen Zahlen untermauert.
Die Autoindustrie blutet am stärksten
Besonders dramatisch trifft es ausgerechnet das Herzstück der deutschen Industrie: den Automobilsektor. Mit einem Einbruch von satten 17,5 Prozent auf nunmehr 26,9 Milliarden Euro musste die Branche einen regelrechten Kahlschlag hinnehmen. Wer hätte gedacht, dass deutsche Premiumfahrzeuge plötzlich zum Ladenhüter werden? Die Antwort ist simpel: Trumps Zollpolitik macht deutsche Autos für amerikanische Käufer schlicht zu teuer.
Auch der Maschinenbau, traditionell eine Säule deutscher Exportstärke, verzeichnet herbe Verluste. Neun Prozent weniger Ausfuhren bedeuten rund 24 Milliarden Euro – ein Rückgang, der in den Werkshallen von Baden-Württemberg bis Nordrhein-Westfalen deutlich zu spüren sein dürfte. Einzig die Pharmaindustrie konnte sich mit einem minimalen Plus von 0,7 Prozent über Wasser halten.
Der US-Markt wird zum Minenfeld
Die Einschätzung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung könnte kaum deutlicher ausfallen: Der amerikanische Markt sei „zum Risikogeschäft mutiert". Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts, prophezeit düstere Zeiten. Die USA seien auf absehbare Zeit kein Wachstumsmarkt mehr für deutsche Exporteure, sondern ein zunehmend volatiles und riskantes Terrain.
„Die USA bleiben ein für uns sehr wichtiger Markt, aber nichts ist für die Ewigkeit."
Diese Worte von BGA-Präsident Dirk Jandura klingen wie ein Abgesang auf die transatlantische Handelspartnerschaft, wie wir sie kannten. Das sogenannte „De-Risking" habe bereits begonnen – deutsche Händler wendeten sich von den USA ab und suchten nach alternativen Absatzmärkten.
Wer zahlt die Zeche? Die amerikanischen Verbraucher
Pikant dabei: Die Zollpolitik schadet nicht nur deutschen Unternehmen, sondern trifft vor allem die amerikanischen Konsumenten selbst. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat errechnet, dass sage und schreibe 96 Prozent der Zolllast bei den Importeuren und Verbrauchern in den USA hängen bleiben. Die Zölle wirken faktisch wie eine Konsumsteuer auf importierte Waren – eine Steuer, die Trump seinen eigenen Bürgern auferlegt.
Der Exportüberschuss Deutschlands im Handel mit den USA schrumpfte um fast ein Viertel auf noch 48,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig stiegen die Importe aus den USA nach Deutschland leicht an. China hat die Vereinigten Staaten als wichtigsten Handelspartner Deutschlands bereits wieder abgelöst – eine bemerkenswerte Entwicklung, die zeigt, wie schnell sich wirtschaftliche Gewichte verschieben können.
Europa muss endlich handeln
DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier fordert, dass die EU ihre Handelsagenda „entschlossen vorantreiben" müsse. Das kürzlich unterzeichnete Mercosur-Abkommen sei ein wichtiger Schritt – doch reicht das? Die deutsche Wirtschaft braucht Planungssicherheit und verlässliche Partner. Beides scheinen die USA unter Trump nicht mehr bieten zu können oder zu wollen.
In Zeiten solcher wirtschaftlicher Unsicherheiten rückt die Frage der Vermögenssicherung wieder verstärkt in den Fokus. Während Aktienmärkte und Exportwirtschaft unter geopolitischen Spannungen leiden, haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber historisch als stabiler Anker in turbulenten Zeiten erwiesen. Eine Beimischung von Edelmetallen kann ein breit gestreutes Portfolio sinnvoll ergänzen und gegen Währungsrisiken absichern.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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