
Verbotsfantasien im Supermarkt: Die Grünen wollen jetzt auch noch den Flachmann an der Kasse abschaffen
Wer geglaubt hatte, die Bevormundungsmaschinerie der Grünen sei nach dem Ende der Ampel-Koalition zum Stillstand gekommen, der irrt gewaltig. Die Bundestagsfraktion der einstigen Verbotspartei legt nach – diesmal trifft es den Alkohol. Genauer gesagt: das kleine Fläschchen Schnaps an der Kasse, die Bierwerbung an der Litfaßsäule und das Glas Wein, das der Vater seinem 15-jährigen Sohn beim Sonntagsessen einschenkt. Willkommen in der schönen neuen Erziehungsrepublik.
Der Antrag, der die Deutschen nüchtern machen soll
Wie aus einem Antrag hervorgeht, der dem Tagesspiegel vorliegt, wollen die Grünen sogenannte „Impulsverkäufe“ von Alkohol einschränken. Im Klartext: Die alkoholischen Getränke sollen aus dem Kassenbereich verbannt werden, damit der Bürger ja nicht in Versuchung gerät, beim Bezahlen noch einen Korn einzupacken. Eingebracht werden soll dieses Glanzstück sozialdemokratisch-grüner Gängelungspolitik ausgerechnet während der „Aktionswoche Alkohol“ vom 13. bis 21. Juni – ein Schelm, wer dabei an Symbolpolitik denkt.
Die suchtpolitische Sprecherin der Fraktion begründet den Vorstoß damit, dass Deutschland in internationalen Rankings „traurige Spitzenpositionen“ belege. Der Konsum sei normalisiert und werde in den sozialen Medien sowie in der Öffentlichkeit beworben. Schon Kinder und Jugendliche würden mit Alkohol konfrontiert. Klingt fürsorglich – ist aber im Kern nichts anderes als der altbekannte Reflex, den mündigen Bürger zum unmündigen Schützling umzudeklarieren.
Ein ganzes Bündel an Verboten
Doch das verschwundene Schnapsfläschchen ist nur der Anfang. Die Forderungen reichen deutlich weiter:
- Ein eigenes „Alkoholpräventionsgesetz“ samt langfristiger Strategie
- Schärfere Alterskontrollen beim Kauf in Geschäften
- Werbeverbote auf Außenflächen und in Onlinemedien, sofern sich die Werbung an Jugendliche richtet
- Ein Verbot des begleiteten Trinkens ab 14 Jahren – das elterlich beaufsichtigte Glas Bier oder Wein
- Eine mögliche Umstellung der Besteuerung, die sich künftig stärker am Alkoholgehalt orientieren soll
Besonders pikant: Das Verbot des begleiteten Trinkens soll bereits im Familienministerium in Arbeit sein. Eltern, die ihren halbwüchsigen Kindern bei besonderen Anlässen einen kontrollierten, maßvollen Umgang mit Alkohol beibringen wollen, sollen künftig also kriminalisiert werden. Der Staat weiß es eben besser als die Familie – ein altes Lied, das man von dieser Partei mittlerweile auswendig kennt.
Die heuchlerische Doppelmoral im grünen Drogenkeller
Und hier liegt der eigentliche Skandal: Dieselbe politische Kraft, die das väterliche Glas Wein verbieten und den Flachmann hinter Schloss und Riegel sperren will, hat erst vor Kurzem das Kiffen legalisiert. Man lasse sich das auf der Zunge zergehen – Cannabis frei, der Korn im Kassenbereich aber gesellschaftsschädlich.
Wer Cannabis mit all seinen physiologischen Folgeschäden legalisiert, sollte beim Thema Alkohol besser ganz still sein.
Diese Doppelmoral ist nicht nur logisch unhaltbar, sie offenbart auch das wahre Wesen grüner Politik: Es geht nicht um Gesundheit, es geht um Kontrolle. Um die Lust, dem Bürger vorzuschreiben, wie er zu leben, zu essen, zu trinken und zu denken hat. Während in Berlin der Drogenkonsum Jahr für Jahr neue Rekorde bricht, während Migranten-Gangs in deutschen Städten minderjährige Mädchen mit Rauschgift gefügig machen, während Medikamentenmissbrauch und echte Abhängigkeiten grassieren – beschäftigt sich die Bundestagsfraktion mit der Frage, an welchem Regal das Schnapsfläschchen zu stehen hat.
Der wahre Kern: Bevormundung statt Verantwortung
Es lohnt der Blick zurück: Verbote für die Abgabe von Alkohol an Kinder existieren in Deutschland seit Jahrzehnten. Das Problem ist also längst geregelt – nur greift man eben nicht durch, wo wirklich Kontrolle nötig wäre. Stattdessen will man dem erwachsenen, steuerzahlenden Bürger die Eigenverantwortung absprechen. Wer entscheidet eigentlich, dass ein Mensch, der morgens um sechs zur Arbeit geht und abends sein Land mit seinen Steuern am Laufen hält, nicht selbst beurteilen kann, ob er ein Bier kauft oder nicht?
Die Erfahrung lehrt – nicht zuletzt aus dunklen Kapiteln deutscher Geschichte –, dass Verbote selten zu weniger Konsum führen. Sie machen das Verbotene interessanter, treiben es in den Schwarzmarkt und schaffen vor allem eines: ein Klima des Misstrauens des Staates gegenüber seinen eigenen Bürgern. Wer wie ein Kind behandelt wird, verliert irgendwann den Anreiz, sich erwachsen zu verhalten.
Fazit: Wenn der Staat zum Erzieher wird
Man könnte fast meinen, ein gewisser Teil der Bevölkerung ertrage den politischen Dauerirrsinn dieses Landes nur noch mit einem Glas in der Hand. Doch genau dieses Ventil will man nun auch noch verschließen. Während echte Probleme – ausufernde Kriminalität, eine kriselnde Wirtschaft, eine ausgehöhlte innere Sicherheit – brachliegen, verlegt sich die Politik auf das, was sie am besten kann: verbieten, reglementieren, bevormunden.
Was dem mündigen Bürger in solch unsicheren Zeiten Halt gibt, ist nicht das nächste Verbotsgesetz aus Berlin, sondern Beständigkeit. Genau deshalb setzen kluge Sparer seit jeher auf Werte, die sich kein Politiker per Federstrich aus dem Kassenbereich verbannen kann: physische Edelmetalle wie Gold und Silber. Als krisenfeste Ergänzung eines breit gestreuten Vermögens bewahren sie ihren Wert – ganz unabhängig davon, welche neue Gängelung sich die Hauptstadt als Nächstes ausdenkt.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Anlageentscheidungen sollten stets auf Grundlage eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Berater getroffen werden. Jeder Leser ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich.

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