
Wenn der Kanzler den schlechten Witz zum Terrorhelfer erklärt
Es gibt Momente, in denen ein Regierungschef beweisen muss, dass er das Land führen kann. Der Trauergottesdienst in der Berliner Marienkirche war ein solcher Moment. Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day stand Friedrich Merz vor der Aufgabe, Klartext zu reden. Herausgekommen ist etwas anderes: eine rhetorische Kapitulation vor dem linken Zeitgeist.
Ein überforderter Kanzler in der Marienkirche
Man muss dem Bundeskanzler zugutehalten: Die Situation war alles andere als komfortabel. Ein Mann, der mit der sogenannten „queeren Community“ zeitlebens gefremdelt hat, soll spontan Trostworte an genau diese Gruppe richten. Dass ihn dabei sichtbar die Emotionen übermannten, wird ihm niemand vorwerfen. Menschlichkeit ist keine Schwäche.
Und ja, es fielen auch richtige Sätze. Man werde alles tun, um die Freiheit des Landes und der Gesellschaft zu schützen, versicherte Merz. Alles. Ein starkes Wort. Man würde ihn nur zu gerne beim Wort nehmen – wenn man nicht aus schmerzhafter Erfahrung wüsste, wie wohlfeil solche Beteuerungen in Deutschland mittlerweile geworden sind.
Der Satz, der alles kaputtmacht
Dann aber kam jene Passage, die den gesamten Auftritt entwertete. Nicht erst ein Anschlag wie der vom Vorabend gefährde die Freiheit, so der Kanzler sinngemäß – auch Intoleranz, Ausgrenzung, Diskriminierung, dumme Redensarten und schlechte Witze seien bereits Teil einer solchen Gewalt.
Wer Worte mit Terror gleichsetzt, verharmlost den Terror. So einfach ist das.
Hier hat sich der Kanzler ohne Not dem Mantra ergeben, das die politische Linke seit Jahren als Keule schwingt: Sprache sei Gewalt. Ein Satz, der nicht nur philosophisch falsch ist, sondern in diesem Kontext eine infame Verzerrung der Tat darstellt. Denn er verschiebt die Schuld von einem Attentäter auf eine diffuse Gesellschaft, auf Stammtische, auf Menschen, die einen derben Spruch machen.
Ein Problem, das nicht mit „W“ wie Witz beginnt
Machen wir uns nichts vor: Deftige Sprüche über Homosexuelle gibt es seit Jahrzehnten in diesem Land. Kabarettisten haben davon gelebt, Fußballstadien hallen davon wider, Generationen von Deutschen haben sich daran abgearbeitet. Und doch ist niemand von ihnen auf die Idee gekommen, einen Lieferwagen in eine Menschenmenge zu steuern.
Das Problem hat einen anderen Namen. Es beginnt mit „I“ und endet auf „slam“. Wer die Schriften kennt, in denen über Homosexuelle und Ungläubige alles andere als tolerante Worte gefunden werden, der weiß, wo die eigentliche ideologische Wurzel dieses Anschlags zu suchen wäre. Doch genau diesen Satz traut sich der Bundeskanzler nicht auszusprechen. Lieber redet er den radikalen Aktivisten jener Community nach dem Mund, der er eigentlich Trost spenden wollte.
Was folgt daraus? Vermutlich: nichts
Wer so spricht, wird keine ernsthaften Konsequenzen ziehen. Mit dem sozialdemokratischen Koalitionspartner, von dem sich Merz politisch abhängig gemacht hat, wird man sich mühelos darauf einigen, den Kampf gegen „dumme Sprüche“ zu intensivieren. Neue Meldestellen, neue Programme, neue Sprachregelungen – das Repertoire ist bekannt. Alles, was darüber hinausginge, also konsequente Abschiebungen, echte Grenzkontrollen, harte Sicherheitspolitik, wäre in dieser Koalition hochumstritten.
Und so bleibt am Ende ein bitterer Befund: Ein Land, in dem der Regierungschef nach einem islamistisch motivierten Anschlag über Witze spricht, hat ein Führungsproblem. Ein Land, das Sprache kriminalisiert, während die Gewalt auf der Straße eskaliert, marschiert schnurstracks in Richtung jener orwellschen Zustände, vor denen kritische Beobachter seit Jahren warnen.
Die Redaktion ist überzeugt: Was wir bräuchten, wären Politiker, die für dieses Land regieren statt gegen es. Politiker, die die Sicherheit der Bürger über die Befindlichkeiten von Aktivistengruppen stellen. Diese Auffassung teilt längst nicht nur unser Haus, sondern ein erheblicher Teil der deutschen Bevölkerung, der die immer gleichen Betroffenheitsrituale nach jeder Tat satt hat.
In unsicheren Zeiten, in denen weder auf innere Sicherheit noch auf solide Staatsfinanzen Verlass ist, gewinnt die Frage nach werthaltigem, physischem Eigentum an Bedeutung. Gold und Silber haben Staatskrisen, Währungsreformen und politische Verirrungen über Jahrhunderte überdauert – als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bleiben sie ein bewährter Anker.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst. Eine Rechts- oder Steuerberatung findet ebenfalls nicht statt.
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