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Kettner Edelmetalle
08.06.2026
12:32 Uhr

Wenn die Polizei zum Komplizen wird: Wie ein ermordeter Student zum Aggressor umgelogen werden sollte

Es gibt Geschichten, die einem den Glauben an den Rechtsstaat regelrecht aus dem Leib reißen. Der Fall des 18-jährigen britischen Erstsemesterstudenten Henry Nowak gehört zweifellos dazu. Ein junger Mann, der am 4. Dezember vergangenen Jahres durch die Stiche eines rituellen Messers verblutete – und dem die zuständige Polizei Hampshire postum auch noch die Rolle des Täters andichten wollte. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Das Opfer sollte zum Aggressor umgedeutet werden, obwohl die Beamten längst wussten, dass der wahre Mörder log.

Ein Mord, der zum Lehrstück über staatliches Versagen wurde

Wie die britische Times berichtet, plante die Polizei nur wenige Tage nach der Bluttat eine offizielle Stellungnahme, in der es wörtlich heißen sollte, zwei Männer seien von einem „unbekannten Mann“ angegriffen worden. Diese zwei Männer – das waren der Mörder Vickrum Digwa und dessen Bruder Gurpreet, der in der Tatnacht behauptete, Nowak habe ihn rassistisch beleidigt. Und der angeblich aggressive „unbekannte Mann“? Das war der bereits an seinen Stichwunden verstorbene Henry Nowak selbst.

Man stelle sich das vor: Ein junger Mensch wird vor den Augen einer staatlichen Behörde abgestochen, verblutet am Boden, ächzt unter Handschellen seine letzten Worte – und dieselbe Behörde will der Öffentlichkeit weismachen, er sei der Angreifer gewesen.

Nur das beherzte Eingreifen von Nowaks Familie verhinderte, dass diese Lüge offiziell in die Welt gesetzt wurde.

Die Familie als letzte Bastion der Wahrheit

Erst nachdem sich die Angehörigen bei der Behörde beschwerten, änderte die Polizei ihre Formulierung. In der schließlich veröffentlichten Version war dann immerhin nur noch von einer „Auseinandersetzung“ die Rede. Doch die Behörde ließ nicht locker: Eine zweite geplante Veröffentlichung sollte Nowak erneut als Angreifer darstellen – zu einem Zeitpunkt, als bereits ausreichend Beweise vorlagen, dass Digwa in der Tatnacht gelogen hatte.

Und es kommt noch dreister: Die Polizei wollte sich sogar in den laufenden Prozess einmischen und öffentlich gegen angebliche „Desinformation“ im Netz vorgehen. Erst die Staatsanwaltschaft riet ab – nicht etwa aus Anstand, sondern weil eine solche Intervention die Integrität des Verfahrens gefährdet hätte.

Was die Bodycams offenbarten

Die Wahrheit ließ sich am Ende nicht unterdrücken. Bodycam-Aufnahmen und Enthüllungen im Prozess zeigten, was wirklich geschah: Digwa war eindeutig der Aggressor, ging auf Nowak zu und stach mehrfach mit einem rituellen Messer auf ihn ein. Am Tatort legten die Beamten dem blutenden, sterbenden jungen Mann auch noch Handschellen an. Mehrmals beteuerte er, erstochen worden zu sein, rang nach Luft, stieß die verzweifelten Worte „I can’t breathe“ hervor – und verblutete am Boden.

Der 23-jährige Vickrum Digwa wurde inzwischen zu lebenslanger Haft mit einer Mindeststrafe von 21 Jahren verurteilt. Ein Urteil, das wenigstens dem Verbrechen angemessen erscheint – anders als manch laxe deutsche Justizpraxis vermuten ließe.

„Two-Tier-Policing“ – die zwei Klassen der Gerechtigkeit

Der Fall hat in Großbritannien eine Welle der Empörung ausgelöst. Der Vorwurf lautet: „Two-Tier-Policing“ – also die Praxis, bestimmte gesellschaftliche Gruppen anders, sprich: bevorzugt zu behandeln. Belege dafür gibt es reichlich. Tausende britische Polizisten wurden verpflichtenden DEI-Schulungen unterzogen, jenen ideologisch durchtränkten „Diversity“-Kursen. Ein offizielles Polizeidokument soll dabei den entlarvenden Satz enthalten: „Nicht alle sind gleich zu behandeln.“ Wenn ausgerechnet diejenigen, die das Recht hüten sollen, offen die Gleichheit vor dem Gesetz aushebeln, dann ist im Fundament eines Staates etwas zutiefst verrottet.

Und was lehrt uns das für Deutschland?

Die naheliegende Frage drängt sich auf: Könnte so etwas auch hierzulande passieren? Wer ehrlich auf die Entwicklung in Deutschland blickt, ahnt die unbequeme Antwort. Die Mechanismen einer Politik, die ideologische Wunschbilder über die nüchterne Realität stellt, sind längst auch bei uns am Werk. Die Täter-Opfer-Umkehr, das Verschweigen unbequemer Fakten, die Angst vor der „falschen“ Wahrheit – all das ist keine rein britische Krankheit. Es ist die Meinung eines großen Teils der Bevölkerung, dass eine Politik, die nicht für das eigene Land und seine Bürger, sondern gegen sie regiert, am Ende genau solche Verhältnisse hervorbringt. Wir brauchen wieder Politiker und Institutionen, die der Wahrheit verpflichtet sind – und nicht einer Ideologie.

Der Mord an Henry Nowak ist eine Tragödie. Doch dass eine staatliche Behörde versuchte, das Opfer zum Täter zu machen, ist ein Skandal, der weit über einen Einzelfall hinausweist. Er ist ein Menetekel für jede Gesellschaft, die das Vertrauen in ihre Institutionen leichtfertig auf dem Altar politischer Korrektheit opfert.

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