
Wuhan-Akten: Ein Virologe stellt Drostens Gedächtnis öffentlich in Frage
Es gibt Sätze, die entfalten ihre Sprengkraft erst Jahre später. Vier Wörter genügen: „Das ist schwer zu glauben.“ Geschrieben hat sie nicht irgendein Blogger, kein „Aluhutträger“, wie man Kritiker in den Jahren des Ausnahmezustands so gern nannte, sondern der US-Virologe Kristian Andersen – einer der Männer, die im Februar 2020 in jener legendären Telefonkonferenz saßen, in der über den Ursprung des Coronavirus beraten wurde.
Was in den Slack-Protokollen steht
US-Senator Rand Paul hat bislang unter Verschluss gehaltene Slack-Nachrichten aus dem internen Kanal jener Virologenrunde veröffentlicht. Beteiligt am Austausch waren unter anderem Robert Garry, Eddie Holmes und eben Andersen. Christian Drosten selbst war in diesem Chat nicht dabei – was die Sache für ihn nicht angenehmer macht, sondern unangenehmer. Denn dort wurde über ihn gesprochen.
Der Auslöser: ein Interview Drostens mit der Süddeutschen Zeitung, in dem er Vorwürfe des Physikers Roland Wiesendanger zurückwies, er habe einen möglichen Laborursprung des Virus vertuschen wollen. Drosten räumte darin ein, dass am Institut für Virologie in Wuhan im Rahmen eines Projekts der US-Organisation Ecohealth Alliance sogenannte Gain-of-Function-Experimente durchgeführt worden seien – Fledermausviren, denen gentechnisch neue Spikeproteine eingebaut wurden, mit dem Ergebnis besserer Vermehrungsfähigkeit. Auch Pläne zum Einbau von Furinspaltstellen habe es gegeben, diese hätten allerdings in einem amerikanischen Labor stattfinden sollen und seien nicht finanziert worden.
Der entscheidende Halbsatz
Und dann der Satz, um den sich nun alles dreht. Drosten erklärte, er habe für die Kollegen aus Wuhan im Fachjournal The Lancet die Hand ins Feuer gelegt – jenem offenen Brief, der Zweifel am natürlichen Ursprung des Virus kurzerhand zur „Verschwörungstheorie“ erklärte. Über die Projekte in Wuhan sei er jedoch nicht informiert worden. Hätte er davon gewusst, hätte er vor seiner Unterschrift immerhin Rückfragen gestellt.
„Drosten wusste nichts von der Forschung am WIV? Das ist schwer zu glauben – außerdem haben wir natürlich bei der Telefonkonferenz darüber gesprochen …“ – Kristian Andersen, intern
Garry hatte einen Bericht über Drostens Äußerungen in den Kanal gestellt. Andersens Reaktion kam prompt. Nicht diplomatisch, nicht verklausuliert, sondern mit jener Direktheit, die Wissenschaftler an sich haben, solange sie glauben, unbeobachtet zu sein.
Der Preis der moralischen Übergriffigkeit
Man muss sich das Klima jener Monate wieder vor Augen führen. Wer 2020 die Möglichkeit eines Laborunfalls in Wuhan auch nur laut aussprach, wurde gesellschaftlich sortiert: rechts, wirr, gefährlich. Der Lancet-Brief war die Eintrittskarte in die Sphäre der Anständigen. Heute gilt die Labortheorie längst nicht mehr als Spinnerei, US-Senatsausschüsse befragen Beteiligte, und Anthony Fauci – einst Halbgott der westlichen Pandemiepolitik – steht unter massivem Rechtfertigungsdruck wegen der Finanzierung riskanter Forschung.
Die eigentliche Lehre reicht weit über einen einzelnen Virologen hinaus. Sie betrifft das Prinzip, mit dem in Deutschland politisch gearbeitet wurde und wird: Wer die Deutungshoheit hat, definiert, was Wahrheit ist – und wer widerspricht, wird nicht widerlegt, sondern etikettiert. Grundrechte wurden ausgesetzt, Existenzen zerstört, Kinder monatelang eingesperrt, Familien entzweit. Und die Aufarbeitung? Findet in Washington statt, nicht in Berlin. Ein Untersuchungsausschuss, der diesen Namen verdient, fehlt bis heute. Stattdessen wird geschwiegen, geschwärzt und ausgesessen.
Keine Antwort, keine Klärung
Auf die Konfrontation mit Andersens internem Widerspruch lag bis zur Veröffentlichung keine Reaktion Drostens vor. Vielleicht kommt sie noch. Vielleicht auch nicht. Beides wäre bezeichnend.
Wer aus diesen Jahren eine Lehre zieht, dann diese: Vertrauen in Institutionen ist keine Anlagestrategie. Wer sein Vermögen absichern will, verlässt sich nicht auf staatliche Wahrhaftigkeit, sondern auf Werte, die niemand nachträglich schwärzen kann – physisches Gold und Silber gehören seit Jahrtausenden zu den bewährtesten Bausteinen eines breit gestreuten Portfolios.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die dargelegten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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