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Kettner Edelmetalle
16.06.2026
14:45 Uhr

Amerikas Immobilienmarkt im Sinkflug: Baubeginne stürzen auf das tiefste Niveau seit der Corona-Pandemie

Es ist ein Alarmsignal, das man in den Vereinigten Staaten nicht so schnell überhört: Der amerikanische Wohnungsbaumarkt taumelt – und zwar gewaltig. Die Zahl der neu begonnenen Bauprojekte brach im Mai um sage und schreibe 15,4 Prozent gegenüber dem Vormonat ein. Analysten hatten lediglich mit einem mickrigen Rückgang von zwei Prozent gerechnet. Das ist nicht bloß ein Ausrutscher, das ist ein regelrechter Absturz – und der schlimmste seit März 2024.

Wenn der Beton nicht mehr fließt

Was hier passiert, ist mehr als nur eine Statistik für Wirtschaftsnerds. Die sogenannten Housing Starts – also die annualisierte Rate der Baubeginne – fielen auf den tiefsten Stand seit der Corona-Pandemie. Erst im April hatte man noch den höchsten Wert seit 2024 vermeldet. Nun folgt die kalte Dusche. Bereits im April war übrigens ein Rückgang von 8,5 Prozent zu Buche gestanden, der nachträglich noch nach unten korrigiert wurde. Wer hier ein Muster erkennt, liegt richtig.

Besonders dramatisch fiel der Einbruch im Mehrfamilienhaus-Segment aus – jenem Bereich also, der für die Mietwohnungen der breiten Bevölkerung steht. Hier kollabierten die Baubeginne förmlich:

  • Einfamilienhäuser: Rückgang von 899.000 auf 882.000 Einheiten
  • Mehrfamilienhäuser: Absturz von 486.000 auf nur noch 284.000 Einheiten

Man muss kein Hellseher sein, um zu erahnen, was das bedeutet. Die vielbeschworene „Renter Nation" – also die Vorstellung von einer Gesellschaft, in der immer mehr Menschen zur Miete wohnen, weil sie sich Eigentum schlicht nicht mehr leisten können – gerät ins Wanken.

Hohe Zinsen, volle Lager, schwindendes Vertrauen

Doch woran liegt es? Die Antwort ist denkbar einfach und zugleich entlarvend: An den gestiegenen Hypothekenzinsen und an Lagerbeständen, die längst aus allen Nähten platzen. Die Häuser stehen, doch die Käufer bleiben aus. Der Verkauf stockt, die Bestände stauen sich – und plötzlich verfliegt die selbstgefällige Zuversicht der Bauunternehmer wie Morgennebel in der Sonne.

Selbst die Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser gingen zurück – von 491.000 auf 474.000. Lediglich bei den Einfamilienhäusern gab es einen leichten Anstieg auf 886.000.

Die Stimmung unter den Hausbauern dürfte nach diesen Zahlen weiter in den Keller rauschen. Und das ist kein rein amerikanisches Phänomen, sondern ein Lehrstück, das auch hierzulande gehört werden sollte.

Was lehrt uns das für Deutschland?

Wer glaubt, die Immobilie sei die ewig sichere Bank, der irrt gewaltig. Steigende Zinsen, schwächelnde Nachfrage und überhitzte Märkte – das sind keine fernen Schreckgespenster aus Übersee. Auch in Deutschland kämpft die Baubranche mit explodierenden Kosten, einer überbordenden Bürokratie und einer politisch gewollten Verteuerung durch immer absurdere Energie- und Klimaauflagen. Das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität bis 2045, frisch im Grundgesetz verankert, wird den Wohnungsbau hierzulande nicht gerade beflügeln. Im Gegenteil.

Die vermeintliche Sicherheit von Beton und Mörtel ist eben doch nur so stabil wie das Fundament der Politik, die darüber wacht – und das bröckelt bekanntlich an allen Ecken und Enden.

Sachwerte, die unabhängig bleiben

Während Immobilien an Zinsen, Bauauflagen und schwankender Nachfrage hängen, kennen physische Edelmetalle wie Gold und Silber solche Abhängigkeiten nicht. Sie lassen sich nicht durch politische Klimaziele verteuern, nicht durch Hypothekenzinsen entwerten und nicht durch volle Lagerbestände blockieren. Als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen behaupten sie seit Jahrtausenden ihren Wert – ganz ohne Bauantrag und ohne Behördenstempel.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Investitionen in Immobilien, Wertpapiere, Edelmetalle oder andere Anlageklassen sind stets mit Risiken verbunden. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und gegebenenfalls fachkundigen Rat einzuholen. Für getroffene Anlageentscheidungen trägt jeder Leser die alleinige Verantwortung.

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