
Simbabwes goldgedeckte Währung triumphiert – Ein Lehrstück für das marode Fiat-System des Westens
Während Deutschland und die gesamte Eurozone weiterhin auf ein Geldsystem setzen, das auf nichts anderem als blindem Vertrauen basiert, zeigt ausgerechnet ein afrikanisches Entwicklungsland, wie monetäre Stabilität tatsächlich funktionieren kann. Simbabwe, einst Synonym für wirtschaftliches Chaos und Hyperinflation, hat mit seiner goldgedeckten Währung ZiG einen bemerkenswerten Erfolg erzielt, der die selbsternannten Finanzexperten des Internationalen Währungsfonds alt aussehen lässt.
Vom Inflationsdesaster zum Stabilitätswunder
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Von einer Inflation von 138 Prozent im Jahr 2023 ist Simbabwe auf sensationelle 4,1 Prozent im Januar 2026 gefallen. Ein Rückgang, der selbst hartgesottene Skeptiker zum Staunen bringt. Die goldgestützte Währung ZiG, am 5. April 2024 eingeführt, hat sich als das erwiesen, wovor der IWF so eindringlich gewarnt hatte – ein funktionierendes Modell für monetäre Stabilität.
Man erinnere sich: Der IWF hatte 2023 vor diesem „Experiment" gewarnt. Kritiker vermuten nicht ganz zu Unrecht, dass Washington schlicht Angst davor hatte, dass ein Erfolg grundsätzliche Fragen über das westliche Finanzsystem aufwerfen könnte. Stattdessen empfahl man die üblichen neoliberalen Rezepte – Schuldenabbau, Steuersenkungen, Privatisierung staatlichen Eigentums. Die klassische Medizin also, die Entwicklungsländer seit Jahrzehnten in Abhängigkeit hält.
Die ZiG – mehr als nur eine Währung
Die Zimbabwe Gold, wie die Währung vollständig heißt, ist zu über 100 Prozent durch Gold, andere Edelmetalle und Devisenreserven gedeckt. Stand Mai 2025 beliefen sich diese Reserven auf etwa 700 Millionen US-Dollar. Der Nutzungsanteil im internen Handel stieg von 26 Prozent bei der Einführung auf über 40 Prozent aller Transaktionen bis Ende 2025. Ein bemerkenswerter Vertrauensbeweis der Bevölkerung in eine Währung, die auf echten Werten basiert.
Natürlich verlief nicht alles reibungslos. Spekulanten und der Schwarzmarkt sorgten für Rückschläge – im Oktober 2024 verlor die Währung fast 43 Prozent ihres Wertes gegenüber dem US-Dollar. Doch die Situation stabilisierte sich, nicht zuletzt dank der weltweit steigenden Goldpreise. Ein physischer Wert, der sich nicht einfach per Knopfdruck vermehren lässt.
Das deutsche Fiat-Desaster im Vergleich
Wie steht es dagegen um das deutsche Geldsystem? Der Euro basiert auf dem Prinzip des Fiat-Geldes – sein Wert beruht nicht auf einem physischen Gut wie Gold, sondern ausschließlich auf dem Vertrauen in Institutionen. Ein Vertrauen, das angesichts der Politik der Europäischen Zentralbank zunehmend erschüttert wird.
Die Mechanismen der Geldschöpfung offenbaren das ganze Ausmaß der Absurdität: Private Geschäftsbanken erschaffen über 90 Prozent des Giralgeldes praktisch aus dem Nichts – durch simple Buchungen bei der Kreditvergabe. Die Mindestreserve, die Banken bei der Zentralbank halten müssen, beträgt lächerliche ein Prozent der Einlagen. Ein System, das auf dem sogenannten „Fractional-Reserve-Banking" basiert und letztlich nichts anderes ist als ein legalisiertes Schneeballsystem.
Deutsches Gold in amerikanischer Geiselhaft?
Besonders pikant: Die deutschen Goldreserven belaufen sich auf etwa 3.352 bis 3.361 Tonnen – damit ist Deutschland der zweitgrößte Goldhalter weltweit nach den USA. Doch rund 1.236 bis 1.240 Tonnen, also etwa 37 Prozent der Gesamtreserven, lagern ausgerechnet in den Vereinigten Staaten, bei der Federal Reserve Bank in New York.
Eine vollständige physische Inventur oder unabhängige Überprüfungen durch Dritte sind nicht möglich. Die Bundesbank verlässt sich schlicht auf das Vertrauen in die US-Notenbank. Angesichts dessen, was mit den in den USA und Großbritannien geparkten Vermögenswerten Russlands, Afghanistans und Venezuelas geschah, als diese Länder nicht mehr den Anweisungen Washingtons folgen wollten, erscheint diese Vertrauensseligkeit geradezu naiv. Ungarn, die Slowakei, Serbien und Frankreich haben ihr Gold längst vollständig repatriiert – sie haben offensichtlich verstanden, was auf dem Spiel steht.
Ein Modell für die Zukunft?
Das Beispiel Simbabwe zeigt eindrucksvoll, dass goldgestützte Währungen in ressourcenreichen Ländern Stabilität bringen können. Das Konzept ließe sich auch auf andere Bodenschätze übertragen – vorausgesetzt, die betreffenden Länder können direkt und ohne ausländische Einmischung über ihre Rohstoffe verfügen.
Für Deutschland mag ein solches System schwer vorstellbar sein, eingebunden wie das Land in die Strukturen der Eurozone ist. Doch die Frage drängt sich auf: Wie lange kann ein System funktionieren, das auf nichts anderem als Vertrauen basiert – Vertrauen in Institutionen, die dieses Vertrauen durch ihre Politik systematisch untergraben?
Die Geschichte lehrt uns, dass Währungen ohne physische Deckung früher oder später scheitern. Das Beispiel Simbabwe könnte der Anfang einer Rückbesinnung auf monetäre Grundprinzipien sein, die der Westen längst vergessen zu haben scheint.
Wer angesichts dieser Entwicklungen sein Vermögen schützen möchte, sollte über eine Beimischung physischer Edelmetalle in sein Anlageportfolio nachdenken. Gold und Silber haben über Jahrtausende ihren Wert behalten – im Gegensatz zu jeder Fiat-Währung, die jemals existiert hat.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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