
UN-Bericht schockt Genf: 157 tote Schülerinnen nach US-Luftangriff
Eine unabhängige UN-Untersuchungsmission hat dem Menschenrechtsrat in Genf einen brisanten Bericht vorgelegt: Zwei US-Luftangriffe aus der Anfangsphase des Iran-Krieges könnten Kriegsverbrechen sein. Getroffen wurden eine Mädchenschule in Minab und ein Sportkomplex in Lamerd in der Provinz Fars. Die Zahl der zivilen Opfer liegt bei weit über hundert.
Fahrlässig statt versehentlich – die entscheidende Formulierung
Nach offiziellen iranischen Angaben starben beim Angriff auf die Schule 168 Schülerinnen. Die Kommission selbst spricht unter Berufung auf unabhängige Quellen von 157 Toten. Beim Sportkomplex in Lamerd seien es offiziellen Angaben zufolge 22 Tote gewesen.
Juristisch heikel ist vor allem die Wortwahl der Ermittler. Es handle sich nicht bloß um Einsätze auf Basis veralteter Aufklärungsdaten. Die Kommission schreibt:
„Die USA haben den Angriff auf das Gebäude der Schule unter Bewusstsein eines erheblichen Risikos angeordnet, ein ziviles Objekt zu treffen und fahrlässig gehandelt.“
Willkürliche Angriffe mit tödlichen Folgen für die Zivilbevölkerung – so fasst der Bericht beide Vorfälle zusammen. Internationale Medien hatten über den Einsatz neuartiger US-Munition in Lamerd berichtet: Bei der Detonation einer Rakete in der Luft sei Schrot aus Wolfram großflächig über bewohntem Gebiet verstreut worden.
Washington schweigt – und das wirft Fragen auf
Anfragen der Kommission an das US-Militär zu beiden Vorfällen blieben dem Bericht zufolge unbeantwortet. Ein Schweigen, das Beobachter als Eingeständnis der Verlegenheit deuten dürften – belegt ist damit freilich nichts.
Offen bleibt auch die Urheberschaft. Während Agenturmeldungen durchgängig von US-Angriffen sprechen, ordnete der Sender Al Jazeera den Schlag gegen dieselbe Schule als israelischen Luftangriff ein. Ob eine gemeinsame Operationsführung die Zurechnung erschwert, geht aus den vorliegenden Quellen nicht hervor.
Auch Teheran steht am Pranger
Der Bericht verschont die iranische Führung nicht. Bei der Niederschlagung der Massenproteste Anfang des Jahres hätten Sicherheitskräfte laut UN mit scharfer Munition von Dächern geschossen und mit Luftgewehren teils gezielt auf die Augen von Demonstranten gezielt. Unter Berufung auf eine Menschenrechtsorganisation nennt der Bericht mindestens 221 getötete Kinder.
Die offizielle Regierungsangabe von 3.038 Toten halten die Experten für zu niedrig; einige westliche Diplomaten gehen den Angaben zufolge von fast 20.000 Opfern aus. Kritiker monieren allerdings, dass die Verhandlung eines externen Krieges und innerstaatlicher Repression in ein und demselben Dokument eine Symmetrie suggeriere, die es so nicht gebe.
Warum das auch deutsche Sparer angeht
Der Krieg dauert seit Ende Februar an. Ein im Frühsommer vereinbartes Rahmenabkommen samt Waffenruhe hielt Medienberichten zufolge nur kurz. Für Europa ist das keine ferne Randnotiz: Energiepreise, Frachtrouten und Lieferketten hängen an dieser Region – die deutschen Diesel- und Heizkosten erzählen davon eine eigene Geschichte.
Wer sich an frühere Nahost-Eskalationen erinnert, kennt das Muster: Wenn Völkerrecht zur Auslegungssache wird und Regierungen schweigen, suchen Anleger Substanz. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich in solchen Phasen historisch als stabilisierender Baustein eines breit gestreuten Vermögens bewährt – unabhängig davon, welche Fußnote der Menschenrechtsrat am Ende produziert.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt unsere Einschätzung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.
- Themen:
- #Energie

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











